© Jan R. Schäfer

Besondere Wohnformen und gemeinschaftliche Wohnprojekte

Die Stadt Iserlohn hat es sich zum Ziel gesetzt, ein breites und vielfältiges Wohnungsangebot für alle Nutzergruppen bereitzuhalten und die Attraktivität des Wohnstandortes Iserlohn zu fördern. Dazu zählen neben dem klassischen Wohnungsangebot auch Wohnungen mit Sonderbedarfen wie z.B. barrierefreie Wohnungen oder alternative Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen. Der Bedarf und das Interesse an diesen Wohnformen steigen. Verschiedene Projekte werden in Iserlohn bereits umgesetzt bzw. befinden sich in der Planung. Einige davon werden nachfolgend vorgestellt.

Wohnungen mit Sonderbedarfen

Service-Wohnen am Gartenbad und in Kalthof

Im Bereich Gartenstraße / Am Tyrol existiert die Service-Wohnanlage „Am Gartenbad“ der St. Elisabeth gem. GmbH, die aus verschiedenen barrierefreien Miet- und Eigentumswohnungen besteht. Darüber hinaus befinden sich im Haus ein Gemeinschaftsraum und ein Betreuungsbüro. Dieses hält verschiedene Serviceangebote vor wie z.B. einen Apotheken-Lieferdienst und einen Einkaufsservice. Darüber hinaus werden weitere Angebote vermittelt. (Quelle: Website Katholische Kliniken im Märkischen Kreis - www.kkimk.de/service-wohnen)

Auch die Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (IGW) plant die Umsetzung von Service Wohnen. An der Refflingser Straße in Kalthof sollen ca. 35 barrierefreie Wohnungen entstehen. Es ist eine Nutzungsmischung vorgesehen, die neben den Wohnungen auch eine Therapie- / Arztpraxis und eine Kindertagesstätte umfasst. (Quelle: Website IGW - www.igw-wohnen.de)

Alternative Wohnformen

Wohnprojekt Rahmenstraße / Kluse – Gemeinsam wohnen – gemeinsam leben

In der Nähe des Iserlohner Stadtbahnhofes hat die IGW ein Gemeinschaftswohnprojekt für alle Generationen mit 34 Wohnungen realisiert. Die Mietinteressenten wurden von Anfang an durch Informationsrunden und Einzelgespräche in den Planungs- und Entscheidungsprozess eingebunden. Damit einher ging das Ziel, von Anfang an eine starke Nachbarschaft zu schaffen. Um möglichst viel Raum für Begegnung und gemeinsame Aktionen zu bieten, ist ein grüner Innenhof angelegt und ein Gemeinschaftsraum eingerichtet worden.(Quellen: Website IGW - www.igw-wohnen.de und Website Post-Welters - www.post-welters.de)

Wohnhof Iserlohn

Auf dem ehemaligen städtischen Baubetriebshof (Osetricher Straße) ist bereits in den 1990er Jahren ein Wohnprojekt durch eine Baugemeinschaft umgesetzt worden, das sowohl ökologisches Bauen als auch Mehrgenerationenwohnen zum Ziel hatte. Unter dem Motto „gemeinsam planen, bauen und wohnen“ ist eine Siedlung mit 17 Wohneinheiten, zwei Büros und einem 100 qm großen Gemeinschaftshaus, die alle in Holzrahmenbauweise fertigstellt wurden, entstanden. (Quelle: Website Architekt Leo Schwering - www.leo-schwering.de)

Iserlohner Beginenhof

An der Gerichtstraße Ecke Wallstraße entsteht ein Wohnprojekt der IGW mit 35 Mietwohnungen, das den Gedanken der mittelalterlichen Beginenhöfe in moderner Form aufgreift. Hier sollen alleinlebende Frauen und Frauen mit Kindern zusammen wohnen, mit dem Ziel, den Alltag im Rahmen einer freundschaftlichen und verlässlichen Nachbarschaft freudvoller und leichter zu meistern.(Quelle: Website Beginenhof Iserlohn - web.beginenhof-iserlohn.de)

Umsetzungsmodelle

Die Umsetzung der Wohnprojekte kann mithilfe verschiedener Modelle realisiert werden:

Baugemeinschaften

Eine Baugemeinschaft (auch Baugruppe) ist ein Zusammenschluss mehrerer privater Bauherren, die gemeinsam selbst genutztes Wohneigentum schaffen wollen. Dabei können die Bauwilligen von Beginn an ihre Wohnung und ihre Nachbarschaft mitgestalten, da sie bereits ab der Planungsphase in den Prozess integriert sind.

Investorenmodelle

Es gibt verschiedene Formen von Investorenmodellen. Grundsätzlich stellt dabei ein Investor Geld zur Verfügung und erbringt Bau- und ggf. Planungsleistungen. Eine mögliche Variante ist, ein städtisches Grundstück an einen Investor zu verkaufen und dieser verpflichtet sich im Gegenzug dazu, im eigenen Namen und auf eigene Rechnung eine Bebauung zu verwirklichen. (in Anlehnung an Website Deutsches Ausschreibungsblatt)

Projekte mit Wohnungsbaugesellschaften oder eigenständigen Trägern, wie Genossenschaften oder Vereine

Auch können Wohnungen mit Sonderbedarfen und alternative Wohnformen in Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften oder eigenständigen Trägern umgesetzt werden. Auch hier sind verschiedene Ansätze denkbar, die z.B. mithilfe von Städtebaulichen Verträgen umgesetzt werden können.

Das Angebot der Kontaktstelle Neue Wohnformen

DieKontaktstelle möchte dazu beitragen, weitere Wohnprojekte zu initiieren und steht daher mit folgendem Angebot zur Verfügung:

  • Vermittlung von Ansprechpartnern innerhalb der Verwaltung
  • Informationen zu Fördermöglichkeiten / Förderprogrammen der Stadt Iserlohn und des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Beratung zur Gründung von Baugemeinschaften
  • Führen einer Interessentendatei

Weitere Informationen erhalten Sie auch in der Infothek.

Ansprechpartner

Britta Marscheider

britta.marscheider@​iserlohn.de 02371/217-2421