© Jan R. Schäfer

Maßnahme 5.5 - Abriss und Neugestaltung Friedrichstraße 64

Blick über die Kreuzung vor Baubeginn
Blick von der Friedrichstraße vor Baubeginn
Blick von der langen Hecke vor Baubeginn
Blick über die Kreuzung nach Fertigstellung
Blick von der Friedrichstraße aus nach Fertigstellung
Blick von der langen Hecke aus nach Fertigstellung

Zur Geschichte

Im Jahr 1980 hat die Stadt Iserlohn das Grundstück mit Wohnhaus Friedrichstraße 64 im Eckbereich zur Straße "An der Langen Hecke" erworben. Der Kauf erfolgte seinerzeit, um langfristig einen mehrstreifigen Ausbau der östlichen Friedrichstraße mit direkter Einführung in den "Hohler Weg" entsprechend dem damaligen Bebauungsplan Nr. 93 zu ermöglichen und entsprach den Zielsetzungen zu einem umfassenden Ausbau des Hohler Weges.
Zu dem Bebauungsplan Nr. 93 wurde 1999 ein Nichtanwendungsbeschluss gefasst und das Grundstück als entbehrlich eingestuft. Ein Verkauf des Objektes kam jedoch nicht zustande. Bis zum Herbst 2009 konnte das Objekt noch zu Wohnzwecken vermietet werden. Auf Grund des schlechten  Gesamtzustandes und des erheblichen Instandsetzungsbedarfs musste von einer weiteren Vermietung abgesehen werden. Im Rahmen der  Untersuchungen zum Projekt "Soziale Stadt" wurde dann der Abbruch des  Gebäudes im Rahmen des Gesamtantrags zur Förderung angemeldet.

Verkehrssituation

Nach dem Beschluss zum Verkehrsrahmenkonzept Südliche Innenstadt im Jahr 2007 wird ein mehrstreifiger Ausbau des Hohler Wegs nicht mehr verfolgt. Der benachbarte Knotenpunkt Hohler Weg / Konrad-Adenauer-Ring kann nicht so umgestaltet werden, dass er den gesamten Verkehr aus und in Richtung Wermingsen zusätzlich aufnehmen könnte. Daher ist für die weiteren  Planungen zunächst von einer gleichbleibenden Verteilung der Verkehrsströme am Knotenpunkt Friedrichstraße / An der Langen Hecke / Oststraße - auszugehen. Aus verkehrlicher Sicht wäre eine Verbesserung der Verkehrsabläufe an diesem Knotenpunkt wünschenswert. Die  Grundstücksfläche Friedrichstraße 64 allein reicht jedoch nicht aus, um hier Verbesserungen zu erzielen. Zur Einrichtung einer Linksabbiegespur von der Friedrichstraße in die Straße "An der Langen Hecke" müssten weitere Gebäude,  die nicht im Besitz der Stadt sind, weichen. Auch ein Kreisverkehr an dieser Stelle erfordert selbst unter engsten Bedingungen die Nutzung weiterer bebauter Flächen. So bliebe lediglich eine geringfügige Verbesserung der Abbiegeradien für Rechtsabbieger aus der "Langen Hecke". Diese Maßnahme wäre jedoch technisch aufwändig, da Steuergeräte und Lichtmaste im dortigen Gehwegbereich versetzt werden müssten. Eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch diese Maßnahme ist nicht nachweisbar.

Neue Nutzung

In der Arbeitsgruppe "Städtebauliche und verkehrliche  Entwicklungsmaßnahmen" des Projektes Soziale Stadt wurden verschiedene Möglichkeiten der Nachnutzung geprüft. So wurde unter anderem festgestellt, dass auf der Fläche eine Stellplatzanlage für rund 16 Pkw eingerichtet werden könnte. Auf Grund der besonderen Lage in der Innenstadtzufahrt und als Blickfang im  Eckbereich der beiden Straßen wurde jedoch der Gestaltung als Grünfläche der Vorzug gegeben. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Folgekosten wurde vorgeschlagen, mit den Elementen Rasenfläche, Wegeverbindung mit Bänken, Hecken im Hintergrund und Bäumen zur Definition einer Raumkante eine klar strukturierte Grünanlage zu schaffen. Auch in der Tiefe des Grundstücks wurde die Blickbeziehung vom Straßenraum aus erhalten, sodass keine Angsträume entstehen konnten. Mit der Nutzung als Grünfläche wurden für die Zukunft langfristig verschiedene Optionen zur Gestaltung des Bereichs erhalten, gleichzeitig erhielten so die Anwohner in diesem Bereich eine Grünfläche zur Naherholung.

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Projekt der Stadt Iserlohn, gefördert mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt sowie Mitteln aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
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