RuhrtalRadweg

Feierliche Eröffnung des neuen Teilstücks des Ruhrtalradwegs

(Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 17.07.2026)

Nach rund zweieinhalb Monaten Bauzeit ist die neue Trasse des Ruhrtalradwegs im Bereich Letteweg / Hof Theymann fertiggestellt. Mit der symbolischen Eröffnung am Freitag, 17. Juli, konnte der neue Streckenabschnitt für Radfahrende freigegeben werden. Zudem wurde ein über Jahre andauernder Nutzungskonflikt endgültig beseitigt.

Gemeinsam mit Hofinhaber Jan Theymann sowie Vertreterinnen und Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V. (ADFC) haben Stadtbaurat Thorsten Grote, Bauingenieurin Hanna Hinz sowie Johannes Hellermann, Abteilungsleiter Straßen und Brücken, die neue Trasse den Beteiligten und Anwesenden vorgestellt.

Mit dem rund 600 Meter langen Neubau erhält der Ruhrtalradweg in diesem Bereich eine dauerhaft gesicherte und eigenständige Wegeführung. Die neue Trasse ersetzt den bisherigen Abschnitt, der teilweise über private Hofflächen führte. Durch die räumliche Trennung von Radverkehr und landwirtschaftlicher Nutzung werden künftig Nutzungskonflikte vermieden und die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten deutlich verbessert.

Mit zunehmender Nutzung des Ruhrtalradwegs – heute eine stark frequentierte und touristisch genutzte Premiumroute – hatten sich die Nutzungskonflikte für den Hofinhaber deutlich verschärft. Dabei kam es immer wieder zu Gefährdungssituationen zwischen Radfahrenden und landwirtschaftlichem Verkehr, Problemen beim Viehbetrieb, Beinahe-Unfällen mit Maschinen, Menschen und Tieren sowie Fehlverhalten einzelner Personen, von verbalen Auseinandersetzungen und Pöbeleien bis hin zu Vermüllung mitunter starken Ausmaßes. 

„Mit der neuen Trasse haben wir eine Lösung geschaffen, von der alle Beteiligten profitieren. Der touristisch beliebte Ruhrtalradweg erhält eine dauerhaft gesicherte und attraktive Wegeführung, gleichzeitig werden die berechtigten Belange des landwirtschaftlichen Betriebs berücksichtigt. So konnten wir einen langjährigen Nutzungskonflikt nachhaltig auflösen“, betont Stadtbaurat Thorsten Grote.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 390.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 80 Prozent aus Fördermitteln im Rahmen der Förderrichtlinie „Nahmobilität“ aus dem Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“. Die Stadt Iserlohn trägt einen Eigenanteil von 20 Prozent.

Erleben Sie das Ruhrgebiet von seiner grünen Seite. Beginnend an der Ruhrquelle bei Winterberg und endend bei der Rheinorange in Duisburg führt der 240km lange RuhrtalRadweg über stillgelegte Bahntrassen an insgesamt 23 Orten vorbei.

Dort passieren Sie alte Zechen und können bei einer Rast in mittelalterlichen Gassen kulinarische Köstlichkeiten entdecken, bevor es auf dem Zweirad weiter geht. Ebenso vermitteln unzählige Denkmäler viel Wissenswertes rund um das Ruhrgebiet für industriegeschichtlich Interessierte.

Für unerfahrene Radler kann die Tour in mehrere Etappen aufgeteilt werden. Zum Start im bergigen Umland von Winterberg darf sich auf Wiesen und Wälder gefreut werden, aber auch Stauseen und idyllische Städtchen säumen hier den Weg. Zum Ende ist dann das industrielle Flair des Ruhrgebiets sehr imposant und spiegelt die verschiedenen Facetten des Ruhrtalradweges wieder.