Kommende Ausstellung

Nick Brandt - The day may break

20. Februar - 26. April 2026

Im September 2010 gründete der britische Fotograf die Big Life Foundation zur Erhaltung der afrikanischen Tierwelt und des Ökosystems und zum Schutz der Elefanten vor der Jagd auf ihre Stoßzähne.
Seit 2020 beschäftigt sich Nick Brandt mit der Serie: "The Day May Break". Dies ist eine fortlaufende globale Serie, die Menschen und Tiere porträtiert, die von Umweltzerstörung und Klimawandel betroffen sind.
Kapitel eins wurde 2020 in Simbabwe und Kenia fotografiert, Kapitel zwei 2022 in Bolivien.
Die Menschen auf den Fotos sind alle stark vom Klimawandel betroffen, von extremen Dürren bis hin zu Überschwemmungen, die ihre Häuser und Lebensgrundlagen zerstört haben.
Die Fotos wurden in verschiedenen Auffangstationen und Naturschutzgebieten aufgenommen. Bei den Tieren handelt es sich fast ausnahmslos um Langzeit-Rettungstiere, die von der Zerstörung ihres Lebensraums bis hin zum Handel mit Wildtieren alles erlebt haben.
Diese Tiere können niemals wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Daher sind sie fast alle an den Menschen gewöhnt, so dass es für fremde Menschen ungefährlich war, sich ihnen zu nähern und sie zur gleichen Zeit im gleichen Bild zu fotografieren.
Der Nebel ist ein Symbol für eine natürliche Welt, die jetzt schnell aus dem Blickfeld verschwindet. Er wird von Nebelmaschinen vor Ort erzeugt und ist auch ein Echo des Rauchs der Waldbrände, die durch den Klimawandel verstärkt werden und weite Teile unseres Planeten verwüsten. Doch trotz ihres Verlustes sind diese Menschen und Tiere die Überlebenden. Und darin liegt noch eine Möglichkeit.
SINK / RISE, das dritte Kapitel von The Day May Break, befasst sich mit den Bewohnern der südpazifischen Inseln, die vom Anstieg der Ozeane infolge des Klimawandels betroffen sind. Die Einheimischen auf diesen Fotos, die im Meer vor der Küste der Fidschi-Inseln unter Wasser aufgenommen wurden, stehen stellvertretend für die vielen Menschen, deren Häuser, Land und Lebensgrundlagen in den kommenden Jahrzehnten durch den Anstieg des Wassers verloren gehen werden. Alles wurde mit der Kamera unter Wasser aufgenommen.

Nick Brandt (britisch, geb. 1966) wurde in London, England, geboren und studierte Malerei und Film am Central Saint Martins College of Art and Design. 1992 zog Brandt nach Kalifornien und nahm erfolgreich an der Produktion von Musikvideos teil. Er hat mit namhaften Musikern wie Michael Jackson, Jewel und Moby gearbeitet. Bei einem Dreh von Michael Jacksons Earth Song in Tansania 1995 war Brandt von der Schönheit der Tiere Ostafrikas begeistert. Nach diesem Shooting drückte er seine Begeisterung für diese Tiere im Film aus. Im Jahr 2000 nahm er an einem Projekt teil, das sich mit der ostafrikanischen Landschaft befasste. Brandt verwendet kaum Zoom-Objektive, denn er ist der Meinung, dass er die Persönlichkeit der Tiere nur aus der Nähe erfassen kann.