Am Dienstag, 5. Dezember, endet die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn in diesem Jahr. Wolf R. Seltmann hält im Rahmen der Reihe „Iserlohner Köpfe“ einen Vortrag über den politischen Lebensweg des Iserlohner HNO-Arztes Dr. Fritz Katz (1900-1977). Er steht unter dem Titel „Vom Nationalsozialisten zum Pazifisten“.
Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
„Den Übergang von nationalegoistischer Machtpolitik des kurzsichtigen Nutzens zu einer ausgleichenden Weltpolitik gegenseitiger Förderung und Hilfeleistung“ forderte 1972 der Iserlohner HNO-Arzt Dr. Fritz Katz in einem Vortrag an der hiesigen Volkshochschule. Diese Einsicht war das Ergebnis eines Lebens, das von einem Extrem ins andere führte, vom aktiven Nationalsozialisten zum engagierten Pazifisten nach den Erfahrungen von Nazi-Terror, Krieg und Gefangenschaft. Als der Arzt starb, schrieb der Iserlohner Kreisanzeiger, Katz habe „zu den unverwechselbaren Figuren der Nachkriegsgeschichte“ in Iserlohn gehört. Aber in der heimischen Geschichtsschreibung hat dieser Mann bislang kaum Beachtung gefunden. Diese Lücke ein wenig zu schließen, wird Ziel dieses Vortrags sein.
Am Dienstag, 24. Oktober, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn fortgesetzt. Dr. Karl Ditt hält einen Vortrag zum Thema „Regionalismus und Staatstreue in der westfälischen Heimatbewegung“. Er wird sich dabei vor allem mit der Ära von Wilhelm Schulte zwischen 1930 und 1956 auseinandersetzen. Dr. Ditt war seit den 1980er Jahren bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2015 wissenschaftlicher Referent am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster.
Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
Westfalen wies im 20. Jahrhundert eine der mitgliederstärksten Heimatbewegungen Deutschlands auf und galt lange Zeit als organisatorisch und programmatisch vorbildlich. Der Vortrag geht auf die ideologischen und politischen Ursachen dieses Phänomens ein und konzentriert sich auf die Darstellung des Balanceaktes der Dachorganisation der westfälischen Heimatvereine, des Westfälischen Heimatbundes, zwischen der Vertretung der regionalen politischen Interessen sowie der Anerkennung des nationalen und nationalsozialistischen Kurses. Der Akzent liegt auf der Endphase der Weimarer Republik und den Anfängen der Bundesrepublik, das heißt der Phase, in der der Iserlohner Dr. Wilhelm Schulte (1891-1986) die Geschäfte des Westfälischen Heimatbundes führte. Wilhelm Schulte war unter anderem Verfasser der Iserlohner Stadtgeschichte von 1937 und wurde 1963 Ehrenbürger der Stadt Iserlohn.
Am Dienstag, 10. Oktober, wird die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn fortgesetzt. Der Iserlohner Germanist und Schriftsteller Dr. Walter Wehner referiert zum Thema „Literatur und Literaturbetrieb in Iserlohn 1945-1965“. Er geht in seinem Vortrag vor allem der Frage nach, ob es sich um einen Neustart oder einen Fehlstart handelte.
Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro.
Die Nachkriegszeit begann für Iserlohn am 16. April 1945. Der Vortrag von Dr. Wehner beschäftigt sich mit den Folgen des Kriegsendes für den Publizistik- und Literaturbereich der Stadt Iserlohn in den beiden folgenden Jahrzehnten, mit den handelnden Persönlichkeiten der schreibenden Zunft, in Verlagen, in der Presse, in Vereinen, Verbänden und der Verwaltung sowie mit den Literaten und ihren Veröffentlichungen. Es geht um die Distribution von Literatur und um ihre Rezeption im Feuilleton, in der Leserschaft und in der Auseinandersetzung innerhalb der Autorenkreise. Diese führte zu einem öffentlichen Schlagabtausch, der mehr war als ein Generationswechsel, nicht nur Konkurrenzkampf um Marktanteile und literarische Auszeichnungen, sondern um grundsätzliche Positionen kreiste, um Tradition und Moderne, um „belastete“ Heimatliteratur und ihre Verfasser, um Kontinuitäten und Umbrüche. Dabei werden nicht nur die „ernstzunehmende“ Belletristik, sondern auch die nicht minder ernstzunehmende Heftchen-Literatur, Kinderbücher und die Leihbuchware Beachtung finden.
Fast fünfhundert Gäste besuchten im I. Halbjahr 2017 die stadtgeschichtliche Vortragsreihe des Stadtarchivs, die anlässlich des Reformationsjubiläums in diesem Jahr den Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ hatte. „Sowohl die Terminierung der religionsgeschichtlichen Vorträge als auch die thematische Vielfalt von der Reformation und Luther bis in die Gegenwart trafen den Nerv des Publikums“, so Stadtarchivar Rico Quaschny, der mit der Resonanz im I. Halbjahr sehr zufrieden ist.
Nun präsentiert das Team des Stadtarchivs das neue Programm mit den stadtgeschichtlichen Vorträgen, die in Kooperation von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn im II. Halbjahr angeboten werden.
Am Beginn der Reihe erinnert Dr. Sandra Hertel, eine gebürtige Iserlohnerin, die seit einigen Jahren als Historikerin in Wien arbeitet, an ein in Norddeutschland fast vergessenes Jubiläum. In diesem Jahr jährte sich der Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia zum 300. Mal. Für Dr. Hertel ist dies Anlass, den Medienkrieg zwischen dem preußischen König Friedrich II. und Maria Theresia zu untersuchen. Die Zuhörer werden in dem Vortrag auch erfahren, welche Rolle die Iserlohner Tabaksdosen dabei spielten.
Alle folgenden Vorträge widmen sich Aspekten der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Iserlohn. Dr. Walter Wehner skizziert den Literaturbetrieb von 1945 bis 1965 in Iserlohn, der unter anderem von einer Vielzahl kleinerer Verlage und einem engen Netzwerk aktiver Persönlichkeiten geprägt war. Dr. Karl Ditt aus Münster hat sich ausführlich mit der westfälischen Heimatbewegung von den 1930er bis zu den 1950er Jahren beschäftigt. In seinem Vortrag wird er auf die Rolle des Iserlohner Ehrenbürgers Prof. Dr. Wilhelm Schulte (1891-1986) eingehen, der in dieser Zeit Geschäftsführer des Westfälischen Heimatbundes war und dessen Geburtstag sich im vergangenen Jahr zum 125. Mal jährte. Einen anderen Lebensweg zeichnet der Iserlohner Wolf R. Seltmann nach. Er hat zur Biografie des vor vierzig Jahren verstorbenen Iserlohner HNO-Arztes Dr. Fritz Katz (1900-1977) recherchiert und zeichnet in der Reihe „Iserlohner Köpfe“ den Wandel des Nationalsozialisten Dr. Katz zum engagierten Pazifisten nach.
Im neuen Programm präsentiert das Stadtarchiv Iserlohn auch ein neues Format. In der Reihe „Erzählte Geschichte(n)“ sollen zukünftig in loser Folge persönliche Erinnerungen, Geschichten und Dokumente vorgestellt werden. Dies kann beispielsweise durch Lesungen aus historischen Briefen und Tagebüchern geschehen oder aber mündliche Berichte und Erzählungen von Zeitzeugen. Zum Auftakt der Reihe wird Dieter Franz Loos, der in Iserlohn aufgewachsen und schon vor vielen Jahren verzogen ist, unter der Überschrift „Wo und was ist meine Heimat?“ seine literarisch verarbeiteten Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in Iserlohn vorstellen.
Die Vorträge des Stadtarchivs im II. Halbjahr 2017 im Überblick:
Alle Vorträge beginnen um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der „Alten Post“, Theodor-Heuss-Ring 5. Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zwei Euro. Eine Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen ist nicht erforderlich.
Das Faltblatt mit der Terminübersicht und kurzen Informationen zu den einzelnen Vorträgen liegt im Stadtarchiv, bei anderen Kulturinstituten, in der Stadtinformation am Bahnhofsplatz und im Rathaus am Schillerplatz aus. Es wird auf Wunsch auch gern zugesandt und ist zudem im Internet abrufbar (www.archiv-iserlohn.de).
Kirchenmusikdirektor Gotthard Gerber übergab vor einiger Zeit dem Stadtarchiv Iserlohn persönliche Unterlagen aus seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit. Im Stadtarchiv wurde der Bestand nun erschlossen und archivgerecht verpackt. Stadtarchivar Rico Quaschny konnte Gotthard Gerber im Stadtarchiv das Findbuch zum Bestand überreichen. „Der Bestand dokumentiert über drei Jahrzehnte kirchenmusikalisches Leben in Iserlohn, das Gotthard Gerber maßgeblich geprägt hat, und ist eine besondere Bereicherung unserer Bestände“, freut sich Stadtarchivar Quaschny.
Gotthard Gerber, geboren 1937 in Thüringen, war nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main von 1961 bis 1971 zunächst Kantor und Organist in Plön. 1971 wechselte er nach Iserlohn, wo er bis 2001 Kirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirchengemeinde Iserlohn war. Zugleich war er Leiter der Evangelischen Kantorei Iserlohn. Er begründete die Konzertreihe der Kantorei, die Internationalen Orgeltage Iserlohn sowie die „tage neuer musik iserlohn“. Zwanzig Jahre erfüllte Gerber einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Köln in den Fächern Liturgisches Orgelspiel, Partitur- und Generalbassspiel, Liturgik und Hymnologie. 1978 wurde ihm der Titel Kirchenmusikdirektor verliehen, im Jahr 1999 der Verdienstorden des Landes NRW. Gotthard Gerber setzte sich für die Restaurierung der historischen Schulze-Orgel in der Reformierten Kirche Iserlohn sowie den Neubau einer Orgel für die Bauernkirche in Iserlohn ein.
Seit den 1960er Jahren gab er zahlreiche Orgelkonzerte in vielen Städten Deutschlands aber auch im Ausland, so in England, Dänemark, Holland, Nordwegen, Schweiz, Ungarn, USA, DDR, Polen, CSSR, Belgien, Frankreich, Finnland, Schweden, Spanien, Lettland, Russland und Italien. Seit dem Eintritt in den Ruhestand ist Gotthard Gerber freischaffender Kirchenmusiker. Er produzierte mehrfach Funkaufnahmen beim WDR und NDR und gab Musikseminare bei der Volkshochschule.
Der Bestand enthält vor allem Schriftwechsel, Programme und Presseartikel zu den zahlreichen Konzertveranstaltungen von Gotthard Gerber, Materialien zu Bau, Unterhaltung und Restaurierung von Orgeln in Iserlohn sowie einige Unterlagen zur beruflichen Tätigkeit sowie zur Mitarbeit in Ausschüssen, Kommissionen und als Dozent. Außerdem sind im Bestand ältere Notenbücher enthalten, die Besitzervermerke oder handschriftliche Eintragungen von Musikdirektor Franz Hanemann aus Iserlohn, dem Iserlohner Komponisten Horst Bucksfeldt oder von Gotthard Gerber aufweisen.
Der Bestand umfasst 137 Nummern in 22 Archivkartons sowie großformatige Plakate, Schallplatten und CDs und ist nach Absprache mit Gotthard Gerber einsehbar.
Das Stadtarchiv Iserlohn ist immer an Unterlagen aus Privatbesitz interessiert. „Nur durch persönliche Unterlagen, Vereins- und Firmenarchive, Fotografien und andere Zeitzeugnisse kann in Verbindung mit dem amtlichen Schriftgut eine lebendige Stadtgeschichte dokumentiert werden“, so Stadtarchivar Rico Quaschny.
Am Donnerstag, 11. Mai, wurde die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ fortgesetzt.
Prof. Dr. Arno Herzig aus Hamburg stellte die Geschichte der jüdischen Gemeinde Iserlohn vor. Der Referent war von 1966 bis 1975 Lehrer am Stennergymnasium in Iserlohn und hatte bereits 1970 und 1984 in den Schriftenreihen des Stadtarchivs Iserlohn Veröffentlichungen zur Geschichte der Juden in Iserlohn vorgelegt. Neben der deutsch-jüdischen Geschichte sind die Reformationsgeschichte und die Geschichte Schlesiens Forschungsschwerpunkte des Historikers.
Am Dienstag, 25. April, wurde die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ mit einem Vortrag über Martin Luther fortgesetzt. Prof. Dr. Albrecht Geck berichtete unter dem Titel „Von Cranach zur Bild-Zeitung“ über die Wandlungen des Lutherbildnisses als Spiegel der Kirchen- und Kulturgeschichte. Der Referent ist außerplanmäßiger Professor an der Universität Osnabrück, Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen und im Hauptberuf Lehrer für evangelische Religion und Englisch am Pestalozzi-Gymnasium in Herne.
Am Dienstag, 11. April, wurde die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ fortgesetzt. Nach Vorträgen zur Reformation in der Grafschaft Mark und zur Geschichte der evangelischen Kirche in Iserlohn thematisierte der Vortrag Geschichte und Gegenwart der katholischen Kirchengemeinden in Iserlohn. Referenten waren Heinz-Rüdiger Lülff aus Menden, pensionierter Jurist im Kultusministerium des Landes NRW, und Peter Trotier aus Letmathe, pensionierter Lehrer des Gymnasiums Hohenlimburg.
Am Dienstag, 21. März, wurde die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ fortgesetzt.
Mit dem früheren Stadtarchivar Götz Bettge und Pfarrerin Brigitte Zywitz, Archivpflegerin des Kirchlichen Archivs des Evangelischen Gemeindeverbandes in Iserlohn (Burgarchiv), referierten zwei ausgewiesene Kenner der Iserlohner Kirchengeschichte über die Entwicklung der evangelischen Kirche in Iserlohn von der Reformation bis zum Jahr 1994.
Am Samstag, 4. März 2017, sind Interessierte von 11.00 bis 17.00 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ im Stadtarchiv in die „Alte Post“, Theodor-Heuss-Ring 5, herzlich eingeladen.
Schon seit 2012 öffnet das Stadtarchiv Iserlohn alljährlich Anfang März an einem „Tag der offenen Tür“ seine Türen. Unterstützung erhält das Team des Stadtarchivs wie in den vergangenen Jahren vom Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von den Bundesfreiwilligendienstleistenden des Archivs.
Wie die Vortragsreihe des Stadtarchivs steht auch der „Tag der offenen Tür“ unter dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ und widmet sich anlässlich des 500. Jahrestages des Thesenanschlags von Martin Luther Aspekten der Religionsgeschichte in Iserlohn.
Die sonst nicht zugänglichen Magazinräume können im Rahmen von Führungen um 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden. Neben allgemeinen Informationen zu den Aufgaben und Beständen des Stadtarchivs werden ausgewählte Quellen zur Geschichte der verschiedenen Religionen in Iserlohn vorgestellt.
Zum weiteren Programm gehören folgende Vorträge:
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentieren Fotos von Iserlohner Kirchengebäuden. Eine Ausstellung im Flur des Stadtarchivs zeigt die „Luther-Bilder“ von der Iserlohner Feier zum 400. Geburtstag Martin Luthers im Jahr 1883.
Stadtgeschichtliche Veröffentlichungen, Reprints historischer Postkarten mit Iserlohner Motiven und antiquarische Bücher werden zu Sonderpreisen angeboten. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen.
Kontaktdaten:
Stadtarchiv Iserlohn in der Alten Post
Theodor-Heuss-Ring 5
58636 IserlohnTel.: 02371-217-1921
E-Mail: archiv(at)iserlohn.de
Homepage: www.archiv-iserlohn.de
Am Montag, 20. Februar, wurde die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn mit dem Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ fortgesetzt. Prof. Dr. Christian Peters widmete sich in seinem Vortrag der Reformation in der Grafschaft Mark. Der Referent ist Leiter des „Instituts für Westfälische Kirchengeschichte“ an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Erster Vorsitzender des „Vereins für Westfälische Kirchengeschichte“ und Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte der Reformation, des Pietismus und der Erweckungsbewegungen.
Am Dienstag, 31. Januar 2017, startete die stadtgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule Iserlohn in das erste Halbjahr. Alle Vorträge widmeten sich anlässlich des 500. Reformationsjubiläums dem Thema „Glaubenssache(n)“. Der erste Vortrag von Astrid Mühlmann mit dem Titel „Luther 2017“ stellte das Reformationsjubiläum und den Beitrag von Bund und Ländern zu diesem herausragenden historischen Ereignis vor. Die Referentin ist Leiterin der Staatlichen Geschäftsstelle „Luther 2017“ und kommt aus der Lutherstadt Wittenberg nach Iserlohn.
Für das Stadtarchiv Iserlohn waren 500 Jahre Reformation der Anlass dafür, der stadtgeschichtlichen Vortragsreihe im I. Halbjahr 2017 den Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ zu geben.
Insgesamt sieben Vorträge stellten das vielseitige Reformationsjubiläum vor, widmeten sich dem Wandel des Lutherbildes und skizzietren den Verlauf der Reformation in der Grafschaft Mark und in Iserlohn. „Im Mittelpunkt der Vortragsreihe stehen jedoch nicht ausschließlich Luther und die Reformation“, betonte Stadtarchivar Rico Quaschny. Vielmehr ging es um einen Blick auf die breite Entwicklung des religiösen Lebens in Iserlohn von der Reformation bis in die Gegenwart. So wurden Geschichte und Gegenwart der evangelischen und der katholischen Kirche in Iserlohn ebenso berücksichtigt wie die Geschichte der jüdischen Gemeinde und die regionalen Ausprägungen des Islam.
Die Kooperation zwischen Stadtarchiv und Sparkasse Iserlohn ist schon zu einer schönen Tradition geworden. Auch in diesem Jahr entstand in Zusammenarbeit der beiden Institutionen wieder ein Kalender mit historischen Iserlohn-Ansichten.
Unter dem Thema „Iserlohn vor 100 Jahren auf historischen Bildern“ wurden in diesem Jahr vor allem Motive des Iserlohner Buchhändlers, Fotografen und Verlegers Gerd Bischoff (1876-1943) präsentiert.