Biographie Radek Baborák

Radek Baborák, einer der außergewöhnlichsten Hornisten, Gewinner des ARD-Musikwettbewerbes München, Preisträger von Genf und vielen anderen internationalen Wettbewerben, war von 2002 bis 2011 Solohornist der Berliner Philharmoniker.

Als Solist ist er regelmäßiger Gast führender Orchester und arbeitet mit den bedeutendsten Dirigenten zusammen. Sein Repertoire umfasst die komplette Hornliteratur vom Barock bis zur Gegenwart. Seit 2000 spielte er als Solohornist mit den Berliner Philharmonikern bei den Salzburger Osterfestspielen (Britten Serenade u. a.). Es folgten die Aufführungen im Staatstheater Prag (Mozart/Barenboim) und natürlich im Konzerthaus Berlin – Konzertstück für vier Hörner von R.  Schumann und mit dem Dirigenten Dmitrij Kitajenko das Hornkonzert von Reinhold Gliere – um nur einige Höhepunkte zu erwähnen. Baborák war ebenfalls Mitglied der Berliner Holzbläsersolisten und des Berliner Hornoktetts. Als Solist konzertierte er auch mit dem Berliner Barockorchester.

Radek Baborák hat mit den folgenden Weltklasse-Orchestern musiziert (Konzerte und Aufnahmen):

  • Berliner Philharmoniker
  • Tschechische Philharmonie Prag
  • Münchner Philharmonisches Orchester
  • Deutsches Symphonieorchester Berlin
  • Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
  • Royal Symphony Orchestra London
  • Radio France Orchestra
  • Sankt Petersburger Philharmoniker
  • Bamberger Symphoniker
  • Symphony Orchester Prag
  • NHK Symphony Orchestra Tokio
  • Philharmonisches Orchester Prag
  • New Japan Philharmonic
  • Philharmonique de Strasbourg
  • Mozarteum Orchestra Salzburg
  • Bach Academie Stuttgart
  • Liszt Chamber Orchestra
  • Mito Chamber Orchestra
  • Symphonieorchester des Slowenischen Rundfunks
  • Saito Kinen Orchestra
  • Orchestre De La Suisse Romande
  • Philahrmonisches Orchester Helsinki
  • Aarhus Symphonikers
  • Rundfunksymphonieorchester Madrid

mit Dirigenten wie James Lewine, Seiji Ozawa, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Neeme Jarvi…

…und mit namhaften Kollegen wie Yefim Bronfmann, Andras Schiff, Ian Bostridge, Emanuel Pahud, Albrecht Mayer, Gay Braunstein, Lorenz Nasturica, Thomas Quasthoff wie auch mit führenden Mitgliedern der Wiener und Berliner Philharmoniker.

Von 1989 bis 1994 vervollständigte er seine Studien am Konservatorium Prag bei dem bekannten tschechischen Hornisten Prof. Bedrich Tylsar. 1992 wurde er Dritter beim jährlichen Wettbewerb des Festivals Prager Frühling, erzielte den Grand Prix der Unesco wie viele andere internationale Wettbewerbe, so den 2. Preis in Genf (1993), den ersten Preis beim ARD-Wettbewerb München (1994), den Classic Grammy Award (1995) oder den Davidoff Preis (2000).

Seit 1996 ist er führendes Mitglied des Afflatus Quintetts, mit dem er seinen zweiten ARD-Wettbewerb gewann (1997), und als er schon sein eigenes Radek Baborák Ensemble hatte (Horn und Streichquartett), gründete er 2008 ebenfalls den Tschechischen Horn-Chor – um die 300 Jahre alte tschechische Horntradition fortzuführen. Außerdem spielte er im Duo mitYoko Kikuchi (Klavier), Jana Boušková (Harfe), Ji?í Bárta (Cello),…

Bevor er Solohornist der Berliner Philharmoniker wurde, hatte er schon den Posten als Solohornist des Münchner Philharmonischen Orchesters (1996 – 2000) niedergelegt, um einen Exklusivvertrag mit den Bamberger Symphonikern anzunehmen (2000 – 2003).

Und nicht zu vergessen der Beginn seiner erstaunlichen Karriere, als er ohne ein ansonsten verpflichtendes Vorspiel eine führende Position bei der Tschechischen Philharmonie Prag angeboten bekam (1994 – 1996).

Aber – wie Baborák selbst sagt: „Es zeigt sich immer wieder, ob Fleiß auch mit Talent zusammenkommt. Ich bin so dankbar für das Talent, das ich mitbekommen habe, aber auch ebenso dankbar für die Führung, die ich glücklicherweise erhielt. Ohne diese beiden kann man ein bestimmtes Niveau niemals erreichen“, erinnert er sich an seine Lehrer, besonders Karel Krenek und Bedrich Tyslar.

Heute, nach zehn Jahren bei den Berliner Philharmonikern, konzertiert er mit den führenden Orchestern der Welt ebenso wie mit selbst dirigierten Auftritten… Aber er ist auch ein begeisterter Kammermusiker. Seit 1996 führendes Mitglied des Afflatus Quintetts (Horn und Streichquartett), gründete er 2010 – nachdem er die Berliner Philharmoniker verließ, ein neues Ensemble – dieses Mal die Tschechische Sinfonietta. Radek Baborák ist künstlerischer Leiter und Dirigent des Ensembles, das aus anerkannten tschechischen Solisten und Kammermusikspezialisten besteht.