Der Bereich Tiefbau der Stadt Iserlohn informiert, dass für die Neugestaltung des Theodor-Heuss-Rings mit den beiden Kreisverkehren „An der Isenburg“ und „Sofienstraße“ derzeit die Vorarbeiten beginnen.
Durch die neuen Kreisverkehre lassen sich Abbiegespuren auf dem Theodor-Heuss-Ring reduzieren und mehr Platz für den Radverkehr sowie für Fußwege schaffen. So soll der Verkehr in diesem Bereich beruhigt und nicht zuletzt das Schillerplatz-Areal künftig besser erreicht werden.
Auf Grundlage von Grubenbildern der Bezirksregierung konnten altbergbauliche Risiken für den Straßenumbau nicht ausgeschlossen werden. Deshalb wurden bereits im vergangenen Jahr im Bereich Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Ring / Mendener Straße / An der Isenburg Sicherungsmaßnahmen vorgenommen.
Schacht von Hövel an der Mendener Straße
Aufsehen erregte im vergangenen Jahr die geplante Sicherung des „Schachts von Hövel“, bei der versteckt unter dem Grünbeet entlang der Mendener Straße der teilweise leerstehende Hohlraum entdeckt wurde. Der Schacht wurde zwar mit einem „Betonpfropfen“ provisorisch verschlossen, doch musste die Sicherung zunächst unterbrochen werden.
Erst nach Abdeckung des „Schachts von Hövel“ mit einer Stahltraverse ließen sich von dieser Traverse aus die Erkundungsbohrungen gefahrlos fortsetzen. Anfang August bestätigten die Bohrungen eine Schachttiefe von 206 Metern. Vorgefunden wurden im „Schacht von Hövel“ möglicherweise eingeschwemmtes, weiches und instabiles Bodenmaterial sowie lockere Steine. Das Ergebnis legt nahe, den Schacht zur Sicherung mit Baustoff zu verfüllen.
Derzeit laufen die Planungen für die Sicherung des Schachtes. Die Verfüllung des „Schachts von Hövel“ soll zeitnah ausgeschrieben und erneut an eine Fachfirma vergeben werden. Die damit verbundenen Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Monate andauern und könnten im Frühjahr 2027 abgeschlossen werden.
Versuchsschacht Theodor-Heuss-Ring
In dieser Woche werden zudem die Erkundungsbohrungen der Firma Keller GmbH – begleitet durch den Fachgutachter der Firma Dr. Spang – am Versuchsschacht gegenüber dem Rathaus I vorläufig abgeschlossen. Dabei wurden Weichzonen entdeckt, die mit einem verbrochenen Schacht in Zusammenhang stehen könnten. Zur Sicherung und Stabilisierung wird derzeit Baustoff in die gestörten Bodenzonen injiziert. Im Anschluss daran sind Kontrollbohrungen geplant, die die Belastbarkeit des Baugrunds bestätigen sollen. Nach Einschätzung der Fachabteilung sollen diese Arbeiten bis Anfang September abgeschlossen sein.