Die Stadt Iserlohn hat am heutigen Freitag, 19. Juni, zwei Projektskizzen im aktuellen Förderaufruf für Schwimmbäder im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingereicht. Ziel ist die Förderung von Lehrschwimmbecken an den Standorten Aquamathe in Iserlohn-Letmathe und Seilerseebad Iserlohn.
Die derzeit veranschlagten Investitionskosten belaufen sich auf rund 9,1 Millionen Euro netto für das Projekt in Letmathe sowie auf rund 13,6 Millionen Euro netto für das Projekt am Seilerseebad. Als Kommune in der Haushaltssicherung kann die Stadt Iserlohn grundsätzlich eine Förderung von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten beantragen. Die maximale Bundesförderung beträgt dabei 8 Millionen Euro pro Projekt. Für den geplanten Anbau in Letmathe wurde daher eine Fördersumme von 6,8 Millionen Euro, für das Vorhaben am Seilerseebad die maximale Fördersumme von 8 Millionen Euro, beantragt.
Die Projektskizzen wurden von Stadtverwaltung und Bädergesellschaft auf Grundlage der Vorgaben des aktuellen Förderaufrufs erarbeitet. Dabei sind auch Erkenntnisse aus dem vorangegangenen Verfahren in die Vorbereitung eingeflossen. Darüber hinaus hat die Stadt an den vom Fördergeber angebotenen Informationsveranstaltungen teilgenommen und die bereitgestellten Hinweise bei der Ausarbeitung der Unterlagen berücksichtigt.
Unabhängig davon weist das Ressort Finanzen der Stadt Iserlohn darauf hin, dass Bundesförderprogramme dieser Größenordnung regelmäßig deutlich überzeichnet sind. Ob ein Projekt letztlich zur Förderung ausgewählt wird, hängt daher von einer Vielzahl von Faktoren im bundesweiten Wettbewerb ab. Mit den vorbereiteten Anträgen halten die Iserlohner Projekte alle Standards ein – können diese aber nicht unbedingt übererfüllen. In einem maßlos überzeichneten Förderprogramm werden Projekte bevorzugt, die einer Übererfüllung der Förderrichtlinien eher gerecht werden. Positiv bewertet werden in diesem Zusammenhang interkommunale Projekte, Barrierefreiheit, eine Übererfüllung energetischer Standards sowie eine fortgeschrittene Projektphase. Letzteres ist für das Projekt Letmathe gegeben.
Mit einer Rückmeldung zum weiteren Verfahren wird nach derzeitiger Einschätzung im September gerechnet. Unabhängig vom Ausgang des Förderverfahrens verfolgen Stadt und Bädergesellschaft weiterhin das Ziel, die Schwimmbadinfrastruktur in Iserlohn langfristig zu sichern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Parallel beobachtet die Stadt Iserlohn auch weitere Fördermöglichkeiten. Das angekündigte Landesprogramm ist nach aktuellem Kenntnisstand vorrangig auf Vereine ausgerichtet. Gleichwohl prüft die Stadtverwaltung fortlaufend, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Beteiligung der Kommune möglich sein könnte. Weitergehende Informationen liegen hierzu derzeit noch nicht vor.