Die Stadt Iserlohn weist darauf hin, dass obdachlosen Menschen auch bei winterlichen Temperaturen ausreichende und geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Grundsätzlich gilt: In Iserlohn muss niemand bei Kälte im Freien übernachten.
In den vergangenen Jahren hat die Stadt ihre Angebote im Bereich der Obdachlosenhilfe erweitert und neu strukturiert. Ziel war es, bedarfsgerechte und vor allem sichere Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, die den unterschiedlichen Lebenslagen der betroffenen Menschen gerecht werden. Dabei setzt die Stadt Iserlohn auf Prävention, individuelle Hilfen und enge Kooperationen mit sozialen Trägern, um Menschen in schwierigen Lebenslagen wirkungsvoll zu unterstützen.
Neben der bestehenden Notunterkunft für Männer (Oestricher Straße) steht eine weitere Notunterkunft speziell für Frauen zur Verfügung. Darüber hinaus hält die Stadt Wohnungen vor, die individuelle Lösungen ermöglichen – etwa für Familien. In diesen Unterkünften können inzwischen auch Personen mit Hunden aufgenommen werden, was für viele Betroffene ein wichtiges Kriterium darstellt. Diese Angebote werden gut angenommen, dennoch bestehen aktuell ausreichende Kapazitäten in den Notunterkünften.
Gleichwohl gibt es vereinzelte Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen gegen eine Unterbringung entscheiden und weiterhin im Freien übernachten. Zu diesen Personen wird regelmäßig der persönliche Kontakt gesucht, auch in enger Zusammenarbeit mit Beratungs- und Hilfsstellen wie der Wohnungslosenhilfe der Diakonie, der Anonymen Drogenberatung oder der Werkstatt im Hinterhof der AWO.
Im Rahmen der Landesinitiative „Endlich ein Zuhause!“ engagiert sich die städtische Dipl.-Sozialarbeiterin Tatjana Hegmann-Thomas intensiv mit der Unterstützung von Menschen ohne Wohnung oder bei drohendem Wohnungsverlust. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger, die konkrete Beobachtungen zu wohnungslosen Menschen im Stadtgebiet melden möchten. Hinweise nimmt sie unter der Rufnummer 02371 217-1637 entgegen.
Ist eine Person nicht ansprechbar oder besteht akuter Handlungsbedarf, empfiehlt die Stadt, die Polizei zu informieren. Je nach Situation entscheiden die Einsatzkräfte, welche Schritte einzuleiten sind.
Zusätzlich können sich obdachlose Menschen – auch bei extremer Kälte – an die Hotline des Ordnungsamtes unter der Rufnummer 02371 217-1620 wenden. Sollte außerhalb der Dienstzeiten (z.B. Mo-Do ab 23.30 Uhr) ein Anrufbeantworter geschaltet sein, werden dort alternative Kontaktmöglichkeiten genannt. Der Bereitschaftsdienst ist über die Kreisleitstelle jederzeit erreichbar.
Mit diesem Unterbringungsangebot ist die Stadt Iserlohn sehr solide aufgestellt. In einem Schreiben an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hatte Sozialminister Karl-Josef Laumann die NRW-Kommunen nochmals darum gebeten, den Schutz obdachloser Menschen bei extremer Kälte mit unbürokratischen und niederschwelligen Hilfen zu unterstützen.
Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der städtischen Internetseite www.iserlohn.de.