Photovoltaik & Solarpotenzialkataster

Solarpotenzialkataster der Stadt Iserlohn

Das Solarpotenzialkataster zeigt, welche Dachflächen sich für eine solare Nutzung eignen. Insgesamt beträgt die Fläche der Dächer in Iserlohn derzeit 3,5 km², davon sind 2,5 km² für den Einsatz von Solarenergie zumindest gut geeignet. Interessierte können mittels des Katasters schnell und unkompliziert prüfen, ob sich die Installation einer Photovoltaikanlage oder einer Solarthermie-Anlage für sie lohnt.

2022 wurde das Kataster erneuert, mit neuem Design, aktuellen Laserscan-Daten und noch mehr Tipps zur Installation einer Solaranlage. 

Infos zur Photovoltaik

Die Stadt Iserlohn möchte bis spätestens 2045 klimaneutral werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei im Bereich der Stromerzeugung die Photovoltaik. Diese Form der Stromerzeugung ist auch für Privatpersonen, zum Beispiel im Ein- oder Zweifamilienhaus, möglich.

Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie mittels Solarzellen in elektrische Energie. Die Photovoltaikmodule erzeugen dabei Gleichstrom, der durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird, um diesen direkt im Hausnetz für den Betrieb von Geräten zu nutzen. Überschüsse können in das Stromnetz eingespeist werden. Mit einem Energiespeicher kann der Strom auch zeitversetzt genutzt werden.

Photovoltaik-Anlagen lassen sich ideal mit Wärmepumpen kombinieren. Durch diese Kombination kann der Energieverbrauch eines Gebäudes erheblich gesenkt werden. Im Neubau werden Häuser, die mehr Energie produzieren als verbrauchen, so erst möglich.

Energieertrag

Für eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 1 Kilowatt-Peak (kWp) sind ca. 6,5 bis 7,5 m² Modulfläche erforderlich, ein Vier-Personen-Haushalt benötigt durchschnittlich 5 Kilowatt-Peak (kWp), um seinen Energieverbrauch in der Jahresbilanz zu decken.

Energetische Rücklaufzeit

Die energetische Rücklaufzeit, auch Erntefaktor genannt, ist eine Angabe darüber, wie lange eine Anlage zur solaren Energienutzung in Betrieb sein muss, um die zu ihrer Herstellung aufgewendete Energie selbst produziert zu haben. Bei kristallinen Zellen beträgt die energetische Rücklaufzeit in Iserlohn ca. 2 bis 4 Jahre.

Lebensdauer

Derzeit wird von einer Lebensdauer von über 25 Jahren bei Photovoltaik-Anlagen ausgegangen. Eine Ausnahme bilden Wechselrichter, die eine ungefähre Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren erreichen. Regelmäßige Wartung und fachgerechte Montage sind für eine optimale Lebensdauer erforderlich.

Photovoltaik-Anlagen auf bestehenden Gebäuden

Fassaden und Dächer von Gebäuden weisen unterschiedliche architektonische und gestalterische Qualitäten auf und werden als Anbringungsort von Photovoltaik-Anlagen demzufolge auch unterschiedlich beurteilt. So ist die Anordnung von Solarpaneelen auf Fassaden und Dächern von bestehenden Gebäuden immer in Bezug zum Charakter des Gebäudes (Einfamilienhaus, mehrgeschossiges Gebäude, dekorierte oder glatte Fassade usw.) und zur Gesamtgestaltung zu setzen. Der weitaus häufigste Ort für die Montage von Photovoltaik-Anlagen sind Dächer. Bei der sichtbaren Montage einer Photovoltaik-Anlage auf einem bestehenden Bauwerk kann sich die ästhetische Gesamtcharakteristik des Gebäudes verändern.

Photovoltaik-Anlagen beim Neubau 

Ein Neubau bietet die Chance, Solartechnologien von Anfang an in das Bauwerk integriert zu gestalten und zur Entwurfsaufgabe der Architektur zu machen. Mit der gestalterischen Integration solarer Anlagen kann die innovative Technologie gezeigt werden oder auch unsichtbar bleiben. 

Energiespeicherung

Idealerweise speichert man die nicht genutzte erzeugte elektrische Energie in Batterien, damit sie zeitverschoben genutzt werden kann.
Auf diese Weise lässt sich ein Autarkiegrad von bis zu 80 Prozent erreichen.