Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf
Das Bild zeigt eine Karikatur von Jürgen Tomicek
Karikatur: Jürgen Tomicek

Startup-Unternehmen auf der grünen Wiese sind eine Erfindung der Gegenwart? Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf beweist das Gegenteil. Bereits 1822 entstand hier ein erstes Messingwalzwerk, Jahre später gefolgt von einer Drahtzieherei, einer Eisengießerei und diversen Schmiedewerkstätten. Was heute aussieht wie ein beschauliches Fachwerkdorf, war also in Wirklichkeit eine strategisch geplante Werksgründung.

Im Schaubetrieb erleben Besucher den industriellen Produktionsprozess hautnah nach. Zischende Hitze und herber Kohlerauch erfüllen die Gelbgießerei, wenn dort glutflüssiges Messing in die vorbereiteten Sandformen fließt. Die Haarnadelfabrik nebenan führt vor, wie aus einer Rolle Draht durch Richten, Entgraten, Bläuen, Umschlagen und Wellen Haar- und Zopfnadeln werden. Dabei kommen Maschinen zum Einsatz, die andernorts noch vor wenigen Jahrzehnten ihren Dienst versahen. Die im Nadelmuseum ausgestellte Nadelstampf- und Lochmaschine wurde sogar in Iserlohn erfunden. Kinder suchen bei Themenführungen "Die Nadel im Heuhaufen" oder setzen "Iserlohn unter Dampf" und staunen darüber, wie anders ihre Altersgenossen im 19. Jahrhundert gelebt haben.

Zu jener Zeit war das Fabrikdorf eine zukunftsweisende Investition: Die Messing- und Nadelstadt Iserlohn lag gleich um die Ecke und der Baarbach lieferte die Antriebsenergie. Heute sind die insgesamt zehn Fachwerkhäuser originalgetreu restauriert. Ein dichtes Jahresprogramm und attraktive Künstlerateliers machen aus dem einstigen Industriestandort einen überregional bekannten Kulturstandort. Der jährliche Nadelmarkt mit seiner umfassenden Handwerks- und Designschau. begeistert das Publikum ebenso wie das Klassik-Festival „DrahtSaitenAkt“, die Kunstausstellung „ART TO TAKE“ oder der Kunst- und Handwerkermarkt „Weihnachtliches Barendorf“.

Logo Mord am Hellweg
Christine Eichel © Joachim Gern
Christine Eichel © Joachim Gern
Doris Gercke © Deff Westerkamp
Doris Gercke © Deff Westerkamp
Beate Maxian © Michael Maritsch
Beate Maxian © Michael Maritsch

Nach den ausgebuchten Veranstaltungen mit Petra Hammesfahr am 24. und 25. Oktober gibt es nun am Samstag, 8. Oktober 2016 um 19.00 Uhr weitere Spannung pur:

Ladies Crime Night

mit Christine Eichel, Doris Gercke und Beate Maxian

 Christine Eichel, Doris Gercke und Beate Maxian – drei Krimiautorinnen, die für geballten Intellekt und kriminell spannende Geschichten stehen. Mit Charme und Wortwitz, unerbittlicher Beobachtungsgabe und atmosphärisch dichten Beschreibungen widmen sich diese drei Ladies dem Verbrechen sowohl auf persönlicher als auch gesellschaftlicher Ebene.

Abgründig, weiblich, tödlich geht es bei Christine Eichel zu, die mit „Der Rache süßer Atem“ ihren ersten Kriminalroman über eine Frau vorlegt, die die Männer das Fürchten lehrt. Doris Gercke, bekannt durch ihre Bella Block-Krimis, ist mit ihrem neuen Milena-Prohaska-Krimi „Wo es wehtut“ dabei. Und Beate Maxian stellt ihren im Herbst neu erscheinenden Sarah Pauli-Fall „Mord in Schönbrunn“ vor. Vorsicht -- falsche Fährten und ausgeklügelte Plots sind garantiert! Moderation: N.N.

Zu „Der Rache süßer Atem“:

Immer wieder hat Maria auf die große Liebe gehofft, auf den Mann fürs Leben und das lang ersehnte Kind. Stattdessen erlebte sie Rücksichtslosigkeit, Lüge, Betrug. Als auch Tom sie hintergeht, ihre letzte Hoffnung auf glückliche Zweisamkeit, bricht Maria aus der Opferrolle aus. Schluss mit der Demut! Erbittert rechnet sie ab und nimmt blutige Rache. Ganz oben auf ihrer Liste steht Johannes, der ihre intimsten Geheimnisse preisgegeben hat. Ihm folgen sechs weitere Kandidaten, denen sie Verletzung und Verrat heimzahlen will. Doch dann heftet sich Hauptkommissar Tesoro an ihre Fersen, und ein gefährliches Spiel beginnt.

Zu „Wo es wehtut“:

Sie kann es nicht lassen, das Spiel mit der Gefahr: Milena Prohaska arbeitet in Kiew für den Bundesnachrichtendienst. Sie steht allerdings im Verdacht, gleichzeitig auch als Doppelagentin für Russland tätig zu sein. Herausfinden soll das ausgerechnet der Mann, der sich nach Kräften bemüht, die verführerische Milena zu vergessen: Ihr ehemaliger Geliebter Beringer. Beringer reist also nach Kiew und findet Milena tatsächlich zwischen Bombenhagel, Terroristen und Kriegswirren – und in großer Gefahr. Kritisch, klug, prickelnd: Doris Gercke ergründet die Schattenseiten von Politik und Gesellschaft, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu erheben. Auch ihre Figuren sind nämlich keineswegs gefeit davor, einer verlockenden Versuchung nachzugeben. So zeigt Gercke, wie schnell die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen können.

Zu "Mord in Schönbrunn":

In Schönbrunn bietet sich der Wiener Polizei ein grausiges Bild: Mitten im Park des Schlosses liegt – auf Rosen gebettet und in ein Brautkleid gehüllt – die Leiche einer Frau. Die Ermordete ist keine andere als die vor fünf Jahren verschwundene Exverlobte des prominenten Wiener Hoteliers Felix Beermann, der in wenigen Tagen seine neue Liebe heiraten will. Die Journalistin Sarah Pauli, die für eine Sonderausgabe gerade über Hochzeitsbräuche recherchiert, macht der Fall misstrauisch. Und als sie kurz darauf eine geheimnisvolle Botschaft mit Bezug zu dem Fund in Schönbrunn erhält, beginnt sie zu ermitteln. Dabei stößt sie auf weitere mysteriöse Spuren, die sie in gefährliche Nähe zum Täter bringen...

Bild Nadelmaschinen

Nadelmuseum und Haarnadelfabrikation
Die Nadelherstellung war früher einer der bedeutendsten Produktionsbereiche der Iserlohner Wirtschaftsgeschichte. Mehr dazu hier...

Gelbgießerei in Barendorf / Vorführungen der Haarnadelfabrikation
Bei den regelmäßig stattfindenden Gelbguss-(= Messingguss-)Vorführungen auf historische Weise kann der Besucher hautnah den Guss von Messingteilen miterleben.
Auch die Vorführung der Haarnadelherstellung in der alten Haarnadelfabrik versetzt den Zuschauer in die Zeit des 19. Jahrhunderts. Dauer jeweils ca. 30 Minuten. Termine & weitere Infos

Industriekultureller Spielplatz

Der neue industriekulturelle Spielplatz

Hier gelangen Sie zum Video

Der Spielplatz auf der Freifläche neben der Historischen Fabrikanlage ist dem Herstellungsprozess der Nadeln nachempfunden. Einige Entsprechungen zwischen Maschinen und Spielelementen werden – wenn man genau hinschaut – sehr deutlich. Erklärungen finden Sie hier.

Veranstaltungen in Barendorf

Titelbild Drahtsaitenakt

Draht Saiten Akt - 10. Barendorfer Klassik-Fest 2016
Musik auf höchstem Niveau! Musiker, die auf den Bühnen der Welt zu Hause sind, werden auch das 10. Barendorfer Klassik-Fest, am 4. September 2016, inmitten des historischen Ambientes gestalten.
Weitere Informationen erhalten Sie hier

Das Bild zeigt einen Bogenschützen

Bogenbauseminare in Barendorf
17. /18. September 2016
Gebaut wird 1 Englischer Langbogen (Esche/Hickory) oder 1 Manau Recurve/Reiterbogen; 1 Sehne Flämisch gespleisst; 3 Pfeile (Zeder).
Abschliessend wird der Bogen natürlich eingeschossen.
Material und Werkzeug werden gestellt. Max. 10 Personen. Zeitrahmen: Samstag 9 bis ca. 17 Uhr, Sonntag 10 bis ca. 15.30 Uhr

Preis: € 140 inklusive Material
Anmeldung: 02374 2528 / E-Mail: gerschwinat@freenet.de
Infos: www.bogenbau-broken-arrow.de

Obst auf Rädern

OBST AUF RÄDERN - Obstpresse in Barendorf
Am 6. Oktober 2016, von 8 bis 17 Uhr, kommt wieder die mobile Apfelsaftpresse nach Barendorf und presst die Äpfel privater Obstgärtner. Je besser die Äpfel, desto schmackhafter der (eigene) Saft.
Der pasteurisierte Saft in "Bag-in-Box"-Packungen hält sich bis zu zwei Jahre.

Terminvereinbarungen für Obst­lieferanten unter 02373 / 39795­40 (mon­tags 9 bis 11 Uhr, diens­tags bis freitags 17 bis 19 Uhr). Weitere Informationen, Preise und Termine unter www.obst-auf-raedern.de

Logo ART TO TAKE

ART TO TAKE
Die 13. kleine Kunstmesse findet am 29./30. Oktober 2016 wieder in Haus A statt.
In historischem Ambiente finden Sie moderne "Kunst zum Mitnehmen"; Bilder, Objekte und Skulpturen.
Alles weitere hier!

Das Bild zeigt Sonja und Andreas Jaeckel beim Aufstellen der Bienenstöcke

Neue Mitbewohner in Barendorf:
Am Samstag, 2. April 2016, sind Bienenvölker in Barendorf eingezogen. Sie werden von Sonja und Andreas Jaeckel, beide ambitionierte Imker, gepflegt. Ziel ist es nicht nur, "Barendorfer Honig" zu gewinnen, sondern auch die Erweiterung des umweltpädagogischen Projekts der städtischen Museen. Sonja Jaeckel, zertifizierte Naturpädagogin, wird ab dem Sommer 2016 entsprechende Seminare / Veranstaltungen in Barendorf anbieten.

Fotoserie vom Aufbau der Bienenstöcke

Bild museumspädagogische Angebote

Museumspädagogische Angebote
Durch alle städtischen Museen und Ausstellungen werden museumspädagogische Führungen angeboten. In den Iserlohner Museen kann man aber auch interessante Geburtstagsparties feiern oder - z. B. mit Kindergarten, Schulklasse oder Verein - Geschichte spielerisch und lehrreich zugleich erleben und "begreifen"! Mehr dazu

Umweltpädagogisches Projekt

Das umweltpädagogische Projekt
Wiese, Wasser, Wald und Boden können im Rahmen des umweltpädagogischen Projektes in Barendorf zwischen den Oster- und Herbstferien (ohne die Sommerferien) unter die (Becher-)Lupe genommen werden. Erfahrene Umweltpädagogen informieren und motivieren Schulklassen und Kindergruppen. Weitere Informationen

Öffentliche Führungen
Termine der öffentlichen Führungen durch die städtischen Museen Iserlohns
- Weitere Termine gerne nach Vereinbarung -

Weihnachtliches Barendorf

Liebe Gäste,
2016 wird das Weihnachtliche Barendorf am 3./4. und 10./11. Dezember stattfinden. Nähere Informationen finden Sie hier ab November 2016.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Logo Nadelmarkt 2016

Der Nadelmarkt 2016 ist erfolgreich zu Ende gegangen.
Der nächste Nadelmarkt findet am 1. und 2. April 2017 statt.
Teilnehmer aus Handwerk und Design werden künstlerische Arbeiten, Bekleidung, Materialien und Produkte zeigen, zu deren Herstellung die Öhrnadel genutzt wird. Genaueres erfahren Sie ab Anfang 2017.

Das Bild zeigt das Logo der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf

Baarstraße 220 - 226, 58636 Iserlohn

Leiter des Museums:
Gerd Schäfer M.A.
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
E-Mail: museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten der Museen
(Nadelmuseum / Haarnadelfabrik):

Donnerstags 14.00 - 18.00 Uhr
Freitags 14.00 - 16.00 Uhr
Samstags/Sonntags 11.00 - 16.00 Uhr
an Feiertagen geschlossen

Führungen für Gruppen nach Vereinbarung
Eintritt frei

Museumspädagogische Angebote hier

Umweltpädagogisches Projekt hier.

ERIH - European Route of Industrial Heritage
Das unter Denkmalschutz stehende frühindustrielle Ensemble der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf gehört seit 2006 zur Europäischen Route der Industriekultur. Mehr dazu hier.

WasserEisenLand
Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen. Mehr dazu hier.