Ausstellung in Haus A in Barendorf

Stadt Iserlohn lobt Heimat-Preis aus

Bereits zum vierten Mal wird die Stadt Iserlohn wie bereits über 140 Kreise, Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen einen Heimatpreis vergeben.

Mit großer und vielfältiger  Resonanz an Vorschlägen wurde bereits dreimal der Heimatpreis in Iserlohn ausgelobt und verliehen. 2019 und 2021 in einem feierlichen Rahmen im Löbbecke-Saal des Parktheaters Iserlohn und 2020 aufgrund von Corona virtuell in einer Videobotschaft des Bürgermeisters.

Alle Iserlohner Bürgerinnen und  Bürger, Vereine, Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppen sind daher aufgerufen, bis zum 8. September 2022 herausragende ehrenamtliche Aktivitäten, Projekte, Initiativen oder Ergebnisse im Kontext zur Heimat für den Heimat-Preis vorzuschlagen. Danach wird eine elfköpfige Jury, bestehend aus sieben Vertreterinnen und Vertretern aller Ratsfraktionen und vier Mitarbeitern der Stadtverwaltung aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bauen und Stadtmarketing über die Platzierungen entscheiden.

Der Heimat-Preis wird jährlich noch bis einschließlich 2022 verliehen. Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung festgelegt, dass die Stadt Iserlohn sich für den thematischen Schwerpunkt „Jugend und Bildung“ entscheidet. Aufgrund der besonderen Situation und der Erfordernis einer besonderen Unterstützung von Jugendlichen zum „Neustart“ und Aufholen nach der Pandemie ist dieser Vorschlag entstanden. Dieses soll jedoch kein Ausschlusskriterium darstellen, sodass auch besondere Projekte und Engagements aus allen anderen Bereichen des städtischen Lebens, welche im Zusammenhang mit Heimatpflege und Heimatkunde stehen, vorgeschlagen werden können.

Der Rat hat fünf Kriterien für die Teilnahme am Wettbewerb um den Heimat-Preis festgelegt:

  • Das Projekt/Engagement/Ergebnis muss überwiegend durch ehrenamtliches Handeln entstanden sein.
  • Das Projekt/Engagement/Ergebnis muss der Allgemeinheit kostenfrei zugänglich sein.
  • Das Projekt/Engagement/Ergebnis muss im Kontext zum Thema Heimat stehen.
  • Das Projekt/Engagement/Ergebnis muss in Iserlohn verortet sein.
  • Das Projekt/Engagement/Ergebnis muss im Jahr 2022 durchgeführt, abgeschlossen oder begonnen worden sein.

Wichtig ist, dass das Projekt nicht kommerziell entstanden ist und keine Gewinne damit erzielt werden sollen. Auch neue und spontan entstandene Engagements in Zeiten der Corona-Krise können sich um den Heimat-Preis bewerben.

Zugleich sind Bewerbungen von Aktivitäten und Projekten möglich, die sich schon in den letzten Jahren beworben haben, allerdings nicht prämiert worden sind. Voraussetzung ist jedoch auch hier, dass das Projekt/Engagement/Ergebnis im Jahr 2022 durchgeführt, abgeschlossen oder begonnen wird.

Das Landesförderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW fördert die Preisgelder in Höhe von 5.000 Euro.

Das Preisgeld wird folgendermaßen auf die drei bestplatzierten Vorschläge verteilt:

1. Platz: 2.500 Euro
2. Platz: 1.500 Euro
3. Platz: 1.000 Euro

Die Vorschläge können schriftlich per Post an die unten genannte Adresse oder per Mail an heimatpreis@iserlohn.de eingereicht werden. Hier finden Sie das Bewerbungsformular zum Download. Die Vorschläge können aber auch formlos eingereicht werden.

Zudem nehmen die Gewinner der lokalen Heimat-Preise an einem landesweiten Wettbewerb teil.

Die Preisverleihung des Iserlohner Heimatpreises wird Ende November in einem feierlichen Rahmen stattfinden.

Kontakt:

Stadt Iserlohn
Ressortbüro Kultur
Beate Evers
Schillerplatz 7
58636 Iserlohn

Telefon: 02371/217-1241
E-Mail: heimatpreis@iserlohn.de

Verleihung des Heimatpreises 2021
Verein „Flaschenkinder‘‘ mit seinem ehrenamtlichen Team als bestes Heimatprojekt ausgezeichnet

Am Samstag, 27. November 2021, war es soweit. Die Stadt Iserlohn hat den durch das Land NRW  geförderten Heimatpreis feierlich (wie bereits 2019) unter strenger Einhaltung aller nötigen Corona-Schutzmaßnahmen in einem Festakt im Löbbecke-Saal des Parktheaters Iserlohn vergeben. Im letzten Jahr musste aufgrund der Pandemie auf eine feierliche Verleihung verzichtet werden.

Dem Antrag der SPD-Fraktion hatte der Kulturausschuss zugestimmt und  bereits Ende 2018 die Weichen für eine jährliche Verleihung bis 2022 gestellt. Die Landesfördersumme von 5.000 Euro  wurde auf die drei bestplatzierten Vorschläge verteilt: 1. Platz 2.500 Euro, 2. Platz 1.500 Euro und 3. Platz 1.000 Euro. Eine zwölfköpfige Jury (bestehend aus Vertretern der Ratsfraktionen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung aus den Bereichen Kultur, Soziales, Stadtmarketing und Bauen) entschied dann Ende September über die drei Preisträger.

Zu dem Festakt  waren alle teilnehmenden Vereine und Personen (insgesamt 11 Bewerbungen), der Rat der Stadt Iserlohn, die Mitglieder des Kulturausschusses, die Jury und  alle Verantwortlichen, die diesen Heimatpreis mit organisiert hatten, eingeladen.

Bürgermeister Michael Joithe begrüßte die Gäste und zeigte sich angetan von der Vielschichtigkeit der eingegangenen Bewerbungen. Die Gewinner standen zwar schon länger fest, konnten jedoch bis zur Verleihung erfolgreich geheim gehalten werden.

Als Moderator führte Krimi-Autor und Musiker Rudi Müllenbach durch die Preisverleihung sowie musikalisch das Iserlohner Klarinetten-Ensemble „Black-stix“ .

Folgende Bewerber/Vereine, die nicht unter den drei Preisträgern waren, erhielten eine Anerkennungs-Urkunde:

  • Evangelische Kirchengemeinde Hennen
    Projekt: „Unsere Kirche sackt ab!!!“ – Sanierung der Johanneskirche in Hennen
     
  • Hospiz Mutter Teresa Iserlohn-Letmathe e.V.
    Projekt: Ehrenamtliches Team Hospiz Mutter Teresa
     
  • Dorfgemeinschaft Stübbeken e.V.
    Projekt: „Stübbeker Nachrichten“- Neuigkeiten aus dem Dorf
     
  • Herrn Wolfgang Miller
    Projekt: „Iserlohner-Brauerei-Sammlung“
     
  • Continue
    Projekt: Charity-Shop – „Stöbern, Shoppen, Spenden für den guten Zweck“
     
  • Schrodt und Daniel-Schrodt Stiftung
    Projekt: MitBaumPatenschaft
     
  • Initiativkreis für den Erhalt der Kreuzkapelle in Iserlohn-Sümmern
    Projekt: Initiative für eine denkmalgerechte Restaurierung der Kreuzkapelle in Iserlohn-Sümmern
     
  • Herrn Dr. Walter Wehner
    Projekt: Engagement als Schriftsteller, Dichter und einen kritischen Blick auf die Iserlohner Stadtgeschichte

Dann verkündete  Ratsmitglied Uwe Albert, der als Jury-Mitglied auch die Laudatio hielt, den dritten Platz. Dieser ging an den Verein Bürger helfen Bürger mit dem Projekt Fluthilfe. Beispiellos erhielten Flutgeschädigte der Katastrophe Mitte Juli direkt Hilfe durch Unterstützung bei Aufräumarbeiten und Schadensbeseitigungen. Die Verpflegung von Rettungskräften, freiwilligen Helfern und dergleichen wurde einzigartig übernommen, ebenso stellte der Verein sofort Spendensammlungen und Auszahlungen an Betroffene auf die Beine.

Als zweites Jury-Mitglied übergab Kulturausschussvorsitzende Eva Kirchhoff anschließend den zweiten Platz an Antonio DiLorenzo mit dem Projekt Street Art Oase und würdigte sein Lebenswerk. Mit Sprühdose und Pinsel hat der Künstler das ehemalige Fabrikgebäude Kissing & Möllmann an der Oberen Mühle zum Leben erweckt. Das Kunstwerk ist mit der Natur verbunden, eine lebende Fantasiewelt und Augenweide  für Jung und Alt und trägt zur künstlerischen Entwicklung der südlichen Innenstadt Iserlohns nachhaltig bei.

Damit stand der erste Platz fest. Dieser ging an den Verein Flaschenkinder e.V. mit dem ganzen ehrenamtlichen Team. Ratsmitglied und Jury-Mitglied Sabine Stake beschrieb in ihrer Laudatio das unermüdliche ehrenamtliche Engagement. Mit Rat und Tat stehen über zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kindern zur Seite, deren Eltern an Alkoholismus erkrankt sind. Rund um die Uhr kann man die „Hotline“ anrufen, erhält Hilfestellung und stets ein offenes Ohr. Durch  Spenden können alltägliche Dinge wie Kinderbekleidung, Schulmaterialien, Nachhilfe  und vieles mehr ermöglicht werden. Auch kleine Lichtblicke wie zum Beispiel ein Ausflug in den Zoo oder auf dem Bauernhof gehören dazu. Seit vielen Jahren wird das Team schon unterstützt durch seriöse Sponsoren, private Institutionen und Investoren, um dem Kindern ein Stück Heimat zu bewahren und eine Zukunftsperspektive sichern zu können.

Alle drei Preisträger sind nun Besitzer der Heimat-Trophäe in Form eines Hauses und nehmen automatisch an einem landesweiten Wettbewerb teil, der im Jahr 2022 im Rahmen des „Heimat-Kongresses“ vergeben wird.

In einer Videobotschaft nahm Bürgermeister Michael Joithe die Auszeichnung der Gewinner des Heimatpreises 2020 vor

„Ein Preis, mit dem ehrenamtliches Engagement gewürdigt wird und dessen Preisträger ich gerne im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung beglückwünscht und geehrt hätte“, beginnt die Rede des Bürgermeisters zur virtuellen Preisverleihung am 12. Februar 2021.

Die Preisträger 2020 wurden aus insgesamt zwölf Vorschlägen von einer Jury aus Politik und Verwaltung ausgewählt:

Der erste Platz und ein Preisgeld in Höhe von 2 500 Euro gehen an den Verein „Heide-Hombruch aktuell“ mit seinem Stadtteilmagazin. Über Platz zwei und 1 500 Euro darf sich der Verein „Bürger helfen Bürgern“, der aus einer Vielzahl von Helferinnen und Helfern der Initiative „Iserlohn hilft“ entstanden ist, freuen. Platz drei und 1 000 Euro gehen an das Stadtarchiv Iserlohn für sein Projekt „Hilfe bei der Dokumentation meiner Heimat“. Alle drei Preisträger erhalten die Heimat-Trophäe und nehmen automatisch an einem landesweiten Wettbewerb im Rahmen eines „Heimat-Kongresses“ teil.

In der Video-Botschaft des Bürgermeisters kommen auch Laudatoren zu Wort, die entweder als Jury-Mitglied bei der Wahl der Preisträger mitgewirkt oder die ausgezeichneten Projekte für den Heimatpreis vorgeschlagen hatten:
Jury-Mitglied Jörg Teckhaus laudatiert das Projekt „Hilfe bei der Dokumentation meiner Heimat“, das von dem ehemaligen Stadtarchivar Götz Bettge vorgeschlagen worden war. Vorschlaggeberin und Vereinsmitglied Svenja Fincke stellt den Verein „Bürger helfen Bürgern“ vor und die Laudatio zum erstplatzierten Projekt „Heide-Hombruch aktuell“ spricht Dr. Holm Roch, der das Projekt auch vorgeschlagen hatte.

„Ich gratuliere Ihnen herzlich, auch im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Iserlohn zu Ihrer Auszeichnung und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute für die  Ausübung des jeweiligen Ehrenamtes und übergebe Ihnen Ihren Preis symbolisch.“ Mit diesen Worten nimmt der Bürgermeister im Video die virtuelle Auszeichnung der Preisträger vor.

Die neun Mitbewerber um den Heimatpreis 2020 erhielten für ihre Projekte Anerkennungsurkunden:

  • Bewegende Begegnungen – das inklusive Tanzprojekt (Cochlea Implantat Verband NRW e.V.)
  • Auch als Schwerhöriger dabei sein können (CI Selbsthilfegruppe „Die Hörschnecken)
  • Barfußweg und naturnahe Gestaltung des Dorfparks (Dorfverein Dröschede)
  • Ehrenamtlicher Beitrag „Villa Wessel“ (Kunstverein Wilhelm Wessel / Irmgart Wessel-Zumloh)
  • Erhalt der Dorfhalle – Sanierung 2020 (Dorfgemeinschaft Stübbeken)
  • Fölok Iserlohn – Bürgerradio Iserlohn (Förderverein Lokalfunk Iserlohn e.V.)
  • Unser-Iserlohn.de (Unser-Iserlohn.de)
  • Neue Brücke – Günstige Angebote für Schule, Familie und Freizeit (Continue)
  • Online-Hilfe bei PC, Handy & CO. (Continue)

Auch im Jahr 2021 wird die Stadt Iserlohn den Heimatpreis ausloben. Dann sind wieder alle Iserlohner Bürger, Vereine und Initiativen aufgerufen, herausragende ehrenamtliche Engagements, Projekte oder Ergebnisse im Kontext zur Heimat für den Heimat-Preis vorzuschlagen. Nähere Informationen dazu gibt es hier in Kürze.

Der Heimat-Preis wird gefördert durch: