Herzlich willkommen auf der Homepage der Städtischen Museen Iserlohn

Aktuelle Information

Der Besuch der Museen ist nur noch für geimpfte und genesene Personen möglich. Bitte führen Sie einen entsprechenden Nachweis bei sich und zeigen Sie ihn unaufgefordert vor. Kinder bis einschließlich 15 Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen, sie müssen aber einen Schülerausweis mitführen.

Bitte beachten Sie, dass in den Innenräumen eine medizinische Mund-Nasen-Maske vorgeschrieben ist, ebenso bei Führungen im Außenbereich der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf.

Der Weihnachtsmarkt 2021 in Barendorf wird stattfinden!

Ein Besuch des Marktes ist nur mit einem gültigem 2G-Nachweis (geimpft, genesen) möglich. Das genaue Hygienekonzept finden Sie hier.

Termine: 4./5. Dezember 2021 und 11./12. Dezember 2021

Objekt des Monats November

Kohlekasten

Das 19. Jahrhundert war die Zeit der Kohle. Sie trieb nicht nur die Industrialisierung voran, sondern fand auch Einzug in das Alltagsleben. Durch den systematischen Abbau des Rohstoffs im Bergbau war Kohle in großen Mengen verfügbar und löste, vor allem in den wachsenden Städten, Holz als Brennstoff zum Heizen und Kochen ab. Im Gegensatz zu Holz hatte Kohle einen höheren Brennwert und musste nicht erst aufbereitet werden.

Eierkohlen aus Braunkohle, Briketts aus Steinkohle oder sogar hochwertiger Koks wurden von den bald allgegenwärtigen Kohlehändlern mit Pferdekutschen in Zentnersäcken zu den Wohnhäusern geliefert und in die Kohlenkeller geschüttet. Um nicht für jede Schaufel Kohle in den Keller laufen zu müssen, kamen Kohleschütten und andere Behältnisse in Gebrauch. Wer es sich leisten konnte, stellte dekorative Kohlekästen aus Mahagoni oder Eiche neben die Heizung; am weitesten verbreitet waren jedoch gusseiserne Behältnisse.

Der im Stadtmuseum ausgestellte Kohlekasten aus der Zeit um 1900 fasste etwa 15 kg Kohle. Damit konnte man, je nach Raumgröße, mehrere Tage heizen. Die schwere gusseiserne Klappe konnte zur besseren Entnahme der Kohle arretiert werden. Der sich dann bietende Anblick erinnerte an ein großes, offenes Maul, daher erhielten die Kohlekästen den Spitznamen Kohlenfrosch.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg und in die 1950er Jahre hinein reichte die Phase der Kohleheizung, doch die Neubauten aus den Jahren des Wirtschaftswunders setzten vermehrt auf die „moderne“ und sehr viel bequemere Ölheizung, die nicht selbst befüllt werden musste. Kohleöfen und Kohlebehälter verloren ihren ursprünglichen Nutzen und wurden in praktische Behältnisse oder dekorative Erinnerungsstücke umgewandelt.

In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.


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