Während der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz junge Menschen durch Gesetze schützen will, zielt der erzieherische Kinder- und Jugendschutz darauf ab, Kinder und Jugendliche zu befähigen, mit sich selbst und mit anderen verantwortlich umgehen zu können.
Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz findet nicht auf der Ebene von Verbotsregelungen statt. Vielmehr hat diese Form des Kinder- und Jugendschutzes das Ziel, junge Menschen zu befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen zu führen. Er soll auch die Eltern und andere Erziehungsberechtigte besser befähigen, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen. Die konkreten Gefährdungstatbestände sind dabei sehr unterschiedlich. Es ist eine ständig an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen orientierte Analyse erforderlich, gegen welche Gefährdungen geeignete Konzepte zu entwickeln sind. Es geht dabei primär um die Entwicklung pädagogischer Angebote, um frühzeitig in jugendtypischer Art und Weise über Gefährdungspotenziale zu informieren und die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen so zu gestalten, dass Gefährdungen und Risikosituationen generell reduziert werden.
Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz ist also in erster Linie auf pädagogisches Wirken hin ausgerichtet. Mit einer Vielzahl von Kooperations-, Netzwerk- und Projektpartnern wird im lokalen Raum ab dem Schuljahr 2021/22, nach der Zwangspause in Folge der Corona-Pandemielage und einer Stellenneubesetzung im April 2021, wieder eine Angebotsvielfalt an Schulen, Berufsbildungsträgern und Jugendeinrichtungen bzw. -initiativen etabliert. Diese unterteilt sich in 4 elementare Präventionsbereiche.
- Präventionsbereich: Soziales Miteinander, Mobbing, Gewaltprävention
- Präventionsbereich: Extremismusprävention / Demokratieförderung mit Erinnerungslernen und aktuell existenten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus
- Präventionsbereich: Aufklärung, Sucht & Vorbeugung
- Präventionsbereich: Medienarbeit / Medienkompetenz