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Der Glanz weiblicher Filmstars

16. September 2022 bis 26. Februar 2023

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Objekt des Monats Oktober

Ein Stück vom Korallenriff

Das versteinerte Korallenstück, zu sehen in der Dauerausstellung des Stadtmuseums im Kellergewölbe, ist eines unserer ältesten Exponate. Es stammt von der Korallenart Michelina und ist rund 400 Millionen Jahre alt. Versteinerte Reste von ehemaligen Korallenriffen sind fast auf der ganzen Welt zu finden, besonders zahlreich und nahe an der Oberfläche liegen sie im sogenannten Massenkalkzug zwischen Düsseldorf und Balve. Dieses geologische Gebiet, auf dem sich heute auch die Stadt Iserlohn befindet, war in der Zeit des Devons vor etwa 420 bis 360 Millionen Jahren noch von Wasser bedeckt und bildete ein Meeresbecken zwischen dem Südkontinent (heute Afrika und Australien) und dem Nordkontinent (heute Skandinavien und Russland).

Durch die Verschiebung der Kontinentalplatten, die ursprünglich einmal eine einzige große Landmasse bildeten, bewegte sich das gesamte Gebiet nach Norden und spaltete sich dabei in mehrere Stücke auf. Dadurch gelangte das Meeresbecken, das zunächst auf der Südhalbkugel lag, allmählich in Äquatornähe und wurde dabei flacher – eine ideale Voraussetzung für die Bildung spektakulärer Korallenbänke. Weitere Plattenbewegungen führten dazu, dass der Meeresboden in der sogenannten Variskischen Faltung zu trockenem Land aufgeworfen wurde, aus dem sich anschließend auch Gebirge bildeten. Die versteinerten Überreste des Meeres, neben den Korallenriffen auch kleine Fische, Muschelkalk und Ammoniten, sind heute in den Hochgebirgen der Alpen und des Himalaya, aber auch in den deutschen Mittelgebirgen zu finden.

Die Reste des versteinerten Korallenriffs können in den vielen für die Region typischen Höhlen bewundert werden, die durch die Auswaschungen des Kalkgesteins entstanden sind. An das Tageslicht treten die Überreste aber auch am Bilstein in Iserlohn, auf dem heute die Oberste Stadtkirche steht, und in dem darunter liegenden Luftschutzstollen. Im Massenkalk haben sich aber auch erzhaltige Sedimente erhalten, die seit dem Mittelalter als Erze und Galmei gefördert wurden und die Grundlage für die bis heute bestehende Metallindustrie unserer Region bildeten.

In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.


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