Stadtmuseum Iserlohn

Herzlich willkommen auf der Homepage der Städtischen Museen Iserlohn

Aktuelle Information

Das Stadtmuseum Iserlohn ist wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Aufgrund einer Baumaßnahme müssen die Museen in Barendorf bis auf Weiteres geschlossen bleiben.  Sobald der Besuch der Museen wieder möglich ist, wird die Stadt Iserlohn darüber informieren.

Das Museum in Haus Letmathe ist derzeit nur am jeweils ersten Sonntag des Monats zwischen 10 und 12.30 Uhr geöffnet.

Aufgrund der Coronaschutzverordnung der Landesregierung NRW besteht in allen Museumsgebäuden Maskenpflicht. Ein Desinfektionsmittelspender steht jeweils am Museumseingang bzw. in der Besucherinformation in Barendorf für Sie bereit. Bitte achten Sie auch innerhalb der Gebäude auf den Abstand von zwei Metern und befolgen Sie entsprechende Hinweise des Aufsichtspersonals.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum Iserlohn

Einige waren Nachbarn:
Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust

2. Juli bis 22. August 2020

Weitere Informationen finden Sie hier.

Objekt des Monats August

Nadelmappe von Prym

Seit 1695 werden in Iserlohn Nähnadeln produziert. Früh spezialisierten sich die immer zahlreicher werdenden Nadelfabrikanten auf die sogenannte billige Massenware, die sogar bis nach China exportiert wurde. Dabei stand die Region Iserlohn mit den weiteren Nadelproduktionen in Menden und Altena in ständiger Konkurrenz zu den Nadelzentren im Rheinland und um Nürnberg. Die Firma Prym aus Stolberg kaufte im 20. Jahrhundert mehrere Iserlohner Betriebe auf. Sie verstand sich nicht nur auf die Produktion besserer Qualitäten, sondern auch auf den Geschmack ihrer Kundinnen. Die schlichten Nadelsortimentsverpackungen, die der „Hausmutter“ in ihrem „Nadelheim“ über Jahrzehnte „mehr Freude beim Nähen“ versprochen hatten, wurden zu farbenfrohen Werbeträgern. Sie verkauften nicht nur die Nadeln, sondern auch ein Lebensgefühl und ein Rollenbild – und sind deshalb für die Kulturgeschichte von besonderem Interesse.

Ein Prym-Nadelheft aus den 1950er Jahren wirbt für etwas Besonderes: den Druckknopf! Aus den stickenden Muttis im Dirndl und den grauhaarigen Omis im Schaukelstuhl werden moderne, modebewusste Damen. „Frauchen“ ist man nur noch für den Modehund, nicht mehr für den Ehegatten. Die Frauen demonstrieren nicht nur Modebewusstsein, sondern auch Kaufkraft im Jahrzehnt des Wirtschaftswunders. Diese Dynamik macht sich Prym mit seinem Nadelheft zu Nutze, indem er die Frauen vor einem Schaufenster mit Prym-Nadeln zeigt. Die Botschaft: Selbst bei so etwas einfachem wie Nadeln und Knöpfe sind Qualität, Trendgespür und technische Innovation gefragt. Innen gefüllt mit 2 Einzelsortimenten und einem Einfädler passt die ansprechende Nadelmappe in jede Handtasche.

In den 1960er Jahren änderten sich Musikgeschmack, Mode und Gesellschaft – und die Nadelbranche zog mit. Sie verstand sich als Teil der Modeindustrie und passte daher auch das „Design“ der Verpackungen an. Das Design der „Frauchen“-Mappe wird von einem „bekannten Grafiker“ radikal geändert. Auf schwarzem Grund, im Pop-Art-Look, wird aus dem Scotch-Terrier ein weißer Pudel und drei junge Schönheiten, die modisch-selbstbewusste Töchtergeneration der Prym-Ladies der 1950er, verlassen ein Prym-Kurzwaren-Geschäft. Ein beigelegter Zettel klärt auf: „‘Alles für Frauchen‘ im neuen Kleid. Die Zeiten ändern sich, – die Mode auch. Deshalb hielten wir es für erforderlich, die bewährte Nadelmappe (…) zu modernisieren (…).“ So ganz ohne Kommentar wagte Prym die Veränderung nicht und hoffte, dass sie dennoch gefällt.

Viele weitere Nadelmappen aus unserer umfangreichen Sammlung sind im Stadtmuseum Iserlohn und im Nadelmuseum ausgestellt.

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In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.

Stadtmuseum Iserlohn
Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn
Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf
Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf
Baarstraße 220 - 226
58636 Iserlohn
Städtisches Museum Haus Letmathe
Städtisches Museum Haus Letmathe
Hagener Straße 62
58642 Iserlohn
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