Stadtmuseum Iserlohn

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Aktuelle Information

Aufgrund der Coronaschutzverordnung der Landesregierung NRW besteht in allen Museumsgebäuden Maskenpflicht. Ein Desinfektionsmittelspender steht jeweils am Museumseingang bzw. in der Besucherinformation in Barendorf für Sie bereit. Bitte achten Sie auch innerhalb der Gebäude auf den Abstand von zwei Metern und befolgen Sie entsprechende Hinweise des Aufsichtspersonals.

Das Museum in Haus Letmathe ist derzeit nur am jeweils ersten Sonntag des Monats zwischen 10 und 12.30 Uhr geöffnet.

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Objekt des Monats Oktober

Die sogenannte mitteldeutsche Hammeraxt wurde an der Friedrichstraße in Iserlohn gefunden.
Es handelt sich hierbei um den Kopf einer neolithischen Axt. Das Neolithikum – auch Jungsteinzeit genannt – begann in unserer Region etwa 5800 v.Chr. und endete ca. 2000 v.Chr. Das Bild zeigt den Axtkopf von oben. Der ursprüngliche Stab war aus Holz und wurde von unten in den Kopf eingesteckt. Dieser Stab ist nicht mehr vorhanden, da Holz ein organisches Material ist und schnell zerfällt. Der Fundkontext ist unklar, allerdings kann man anhand von Spuren an der Axt selber sowie durch einen Vergleich mit ähnlichen Funden auf eine mögliche Verwendung schließen.

Da diese Axt keinerlei Verarbeitungsspuren aufweist, scheint sie nicht aktiv verwendet worden zu sein. Somit lässt sich die Verwendung als Handwerksgegenstand bereits ausschließen. Darauf lassen auch die aufwendigen Schleifspuren schließen, welche damals mit Flintgestein mühselig angebracht werden mussten.

Andere Äxte dieser Art wurden häufig in Gräbern der Einzelgrabkultur gefunden. Es ist also gut möglich, dass diese Axt eine Grabbeigabe war. In früheren Kulturen wurden Verstorbene oftmals gemeinsam mit Objekten bestattet, die einen Bezug zu ihrem Leben hatten. Besonders reiche Personen bekamen oft sehr viele und aufwendige Beigaben. Diese Axt ist ein solch wertvolles Stück und könnte somit einer wohlhabenden Person gewidmet worden sein. Es könnte sich bei dieser Person auch um einen wohlhabenden Arbeiter handeln, der sein Leben lang mit Äxten zu tun hatte (Axt-Hersteller, Baumfäller, usw.).

An diesem Fundstück kann man erkennen, wie schwierig es oftmals sein kann, archäologische Funde genau einzuorden und zu interpretieren. Trotzdem sind solche Funde wichtig für die Geschichte einer Stadt, da sie zeigen, wie die Menschen der Region früher gelebt haben. In Iserlohn und Umgebung scheinen die Menschen ihre Liebsten also reich bestattet zu haben, nachdem sie einen guten Beitrag zum allgemeinen Leben geleistet hatten.

In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.


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