Stadtmuseum Iserlohn

Eines der schönsten Barockgebäude Iserlohns. Symmetrischer, siebenachsiger Bau mit geschwungenem Mittelrisalit und der Jahreszahl 1763. Verputzte Fasssade, mittiger Eingang. Ganz neu: der Aufzug auf der Straßenseite.

Willkommen im Stadtmuseum Iserlohn

Untergebracht in einem der schönsten Barockgebäude der Stadt, hat sich das Stadtmuseum Iserlohn seit seiner Eröffnung im Jahr 1987 auch überregional einen hervorragenden Ruf erworben. Es ist Teil der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) und gilt als eine der herausragenden Stätten der Industriekultur in Westfalen (WasserEisenLand). Seit Sommer 2017 ist es außerdem Ankermuseum des Netzwerks „Preußen in Westfalen“.


MEISTERWERKE MITTELALTERLICHER BUCHMALEREI - Faksimiles herausragender Kunstwerke des 8. - 16. Jahrhunderts

Vom 01.02. bis 31.03.2019  ist die Sonderausstellung Meisterwerke Mittelalterlicher Buchmalerei zu sehen. 27 Faksimiles, Kopien der größten Schätze europäischer mittelalterlicher Buchmalerei vom 8. Jahrhundert bis zum Ausgang des Mittelalters, sind ausgestellt.
Faksimiles sind handwerklich höchst aufwändig hergestellte und den Originalen sehr nahe kommende Kopien. Wo immer möglich, werden die Materialien des Originals auch beim Faksimile verwendet: Gold und Silber, Edelsteine, Holz und Leder. Selbst das mittelalterliche Pergament wird durch Spezialpapier nachgebildet, das dem Original nahe kommt.
Das Schreiben und Illustrieren, Binden und Ausschmücken eines jeden der mittelalterlichen Originalmanuskripte in den klösterlichen Scriptorien dauerte gleichfalls Jahre und kostete die Auftraggeber nicht selten ein Vermögen.
Zu den ausgestellten illuminierten Manuskripten gehören unter anderem „nationale Heiligtümer“ wie das Book of Lindisfarne oder das Book of Kells, das kostbare Evangeliar Heinrichs des Löwen, die brilliant illustrierten Stundenbücher des Duc de Berry und viele weitere, deren Originale meist streng gesichert in Tresoren aufbewahrt werden.

Die Revolution von 1848/49 – Was bleibt?

11. April bis 23. Juni 2019

Die Iserlohner Revolutionäre befanden sich im Mai 1849 von Beginn an in einer aussichtslosen Situation - in Berlin wie Wien hatte die Reaktion bereits gesiegt, in Baden blieben Ende Juni 1849 den Freischärlern nur noch die Flucht in die Schweiz oder die Kerker von Rastatt. Die „verspätete“ revolutionäre Bewegung in Iserlohn war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Aber sie hat trotzdem erhebliche Spuren hinterlassen, die auch heute noch sichtbar sind, in der Innenstadt mit einer Reihe von Gedenktafeln wie an der Apotheke am Alten Rathausplatz, mit einem Denkmal für die Gefallenen der Revolution auf dem Iserlohner Hauptfriedhof, vor allem aber mit dem "umkämpften" Stadtmuseum, dem ehemaligen Zeughaus und damit dem "Waffenlager" der Landwehr. Welcher Ort wäre also prädestinierter für eine Ausstellung zur bürgerlichen Revolution von 1848/49!

Die Exponate aus der Sammlung des Literaturwissenschaftlers Dr. Walter Wehner versuchen nicht nur die revolutionären Forderungen nach Volkssouveränität, nach Freiheit und Gleichheit, sondern auch die reaktionären Gegenstimmen anhand von Büchern und Gedichten aufzuzeigen. Auf die Frage, was uns Heutigen von den damaligen Ereignissen geblieben sei, möchte sie vor allem auf ein lange unbeachtetes, positives Ergebnis verweisen: die Emanzipation der Frauen. Diese bildet daher den Schwerpunkt der Ausstellung.

Wer an einer kostenfreien Führung mit Herrn Wehner teilnehmen möchte, ist am 25. April, 17 Uhr, am 26. Mai, 11 Uhr oder am 13. Juni, 17 Uhr herzlich willkommen.
Wer es lieber kurz und knapp zusammengefasst hätte, dem sei auf dem Weg durch die Ausstellung ein Zitat mitgegeben: „Die Zukunft ist weiblich oder es gibt sie nicht!“

In Kürze finden Sie hier einen Link zum Online-Katalog der Ausstellung, mit bibliographischen und biographischen Hinweisen.

Bild Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen

Wie funktioniert Geschichte zum Anfassen? Das Stadtmuseum Iserlohn antwortet darauf mit einer Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht: Was haben die Iserlohner eigentlich die ganze Zeit gemacht? Herausgekommen ist ein Parcours, bei dem Besucher auf die unterschiedlichsten Lebensumstände treffen und sie zugleich aktiv "begreifen".

Der erste Iserlohner war ein Neandertaler und schlug sich mit Mammuts und Höhlenbären herum. Wie man sich das vorstellen muss, zeigt das Kellergeschoss. Das versetzt den Betrachter in eine Fundgrube prähistorischer Tierknochen und Steinwerkzeuge. Ein paar tausend Jahre später war Iserlohn voller Drahtzieher. Die arbeiteten in Drahtrollen – spezialisierte Wassermühlen, die erstmals 1394 in einer Urkunde auftauchen – und zogen Draht. Daraus machten sie zum Beispiel Kettenhemden. Eines davon hängt im Museum, und bei bestimmten Gelegenheiten können Besucher am eigenen Leib ausprobieren, was Ritter damals mit sich herumgeschleppten.

Der Drahtzieherei sind die Iserlohner bis heute treu. Die Vielfalt der Produkte ist enorm, nur Nadeln werden kaum mehr produziert. Das war einmal anders. 1851 arbeiteten mehr als 4.000 Personen im Nadelgewerbe, die Exporte gingen bis nach Asien. Ein anderes Standbein dieser Zeit war die Messingindustrie. Während ein Teil der Iserlohner über Tage Tabakdosen fertigte, gruben andere unter Tage nach dem Zinkerz und Messinggrundstoff Galmei – so intensiv, dass sich in manchen Stadtgebieten der Boden senkte und die dadurch verursachten Bergschäden sogar das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigten. Preußische Truppen beendeten 1849 auch den kurzzeitigen Aufstand Iserlohner Demokraten, der mit dem Sturm auf das Zeughaus begonnen hatte – in dem heute das Museum residiert. Wie das alles zusammenhängt? Unser Tipp: hinfahren und selbst herausfinden!

Mehr zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung...

"Alle Zeit der Welt" - für Leser der 5. Klasse wird das Stadtmuseum Iserlohn zum Ausgangspunkt spannender Zeitreiseabenteuer

Ein Zeitreiseunfall hat den Geist der kleinen Lu ins Stadtmuseum Iserlohn verschlagen. Ihr Körper schläft nun irgendwo, aber wo? Vor allem aber wann? Bingo und seine vier Freunde machen sich auf die Suche und durchstreifen das Iserlohn der Vergangenheit.

Klassen, die das Buch als Lektüre lesen, können mit der Autorin Andrea Reichart Termine für eine Lesung vereinbaren und ihren Besuch mit einer Führung durchs Museum kombinieren.

Das witzige und historisch gut recherchierte Jugendbuch ist erhältlich im Buchhandel, beim Verlag und natürlich im Stadtmuseum und kostet 12,80 €.


Logo Stadtmuseum
Stadtmuseum Iserlohn

Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn
Anfahrt...

Leiter des Museums:
Gerd Schäfer M.A.
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei

Das Bild zeigt einen Kalender und den Schriftzug "Veranstaltungen"
Kultursprinter

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört seit 2016 zur Europäischen Route der Industriekultur. 

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen.

Seit Sommer 2017 ist das Stadtmuseum Iserlohn Ankermuseum des Netzwerkes "Preußen in Westfalen".