Stadtmuseum Iserlohn

Eines der schönsten Barockgebäude Iserlohns. Symmetrischer, siebenachsiger Bau mit geschwungenem Mittelrisalit und der Jahreszahl 1763. Ganz neu: der Aufzug auf der Straßenseite.

Willkommen im Stadtmuseum Iserlohn

Untergebracht in einem der schönsten Barockgebäude der Stadt, hat sich das Stadtmuseum Iserlohn seit seiner Eröffnung im Jahr 1987 auch überregional einen hervorragenden Ruf erworben. Es ist Teil der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) und gilt als eine der herausragenden Stätten der Industriekultur in Westfalen (WasserEisenLand). Seit Sommer 2017 ist es außerdem Ankermuseum des Netzwerks „Preußen in Westfalen“.


Ausstellungs-Intermezzo „Fluch & Segen – Galmei Bergbau in Iserlohn“
6. August – 27. Oktober 2019
Was jahrzehntelang erfolgreich verdrängt wurde, gelangt durch den Umbau des Schillerplatzes wieder ins öffentliche Bewusstsein: Iserlohn war eine Bergbau-Stadt. Bereits vor der Stadtgründung im Mittelalter wurde hier nach Eisenerz gegraben, später garantierte das zu Messing weiterverarbeitete Galmei wirtschaftlichen Wohlstand für die Stadt und ihr gehobenes Bürgertum. Neben den rauchenden Schornsteinen prägten jedoch im 19. Jahrhundert auch Bodensenkungen und einstürzende Häuser das Stadtbild. Die katholische Kirche an der Lehmkuhle – dem heutigen Schillerplatz – musste nach gravierenden Bauschäden abgerissen werden. Die beschädigten Häuser und eingesunkenen Straßen beschäftigten nicht nur die Iserlohner Bürgerinnen und Bürger und die Stadtverwaltung, sondern auch die lokale und überregionale Presse. Dramatisch-überspitzte Artikel und Zeichnungen berichteten über die „sinkende Stadt“ und schürten die Ängste der Bevölkerung – der Bergbau geriet in eine gravierende Imagekrise.
Das Ausstellungs-Intermezzo greift die aktuelle Problematik der Bausubstanz unter Iserlohn auf und möchte den Blick auf die Vergangenheit des Bergbaus werfen, der von der Stadtbevölkerung je nach Stimmung als Fluch oder Segen angesehen wurde. Im Rahmen der Ausstellung bietet das Stadtmuseum ein breites museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche und lädt zu Führungen und einem Gespräch mit dem Iserlohner Bergbau-Experten Rolf Klostermann ein.

Hier können Sie ein PDF des Ausstellungsflyers herunterladen!

Bild Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen

Wie funktioniert Geschichte zum Anfassen? Das Stadtmuseum Iserlohn antwortet darauf mit einer Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht: Was haben die Iserlohner eigentlich die ganze Zeit gemacht? Herausgekommen ist ein Parcours, bei dem Besucher auf die unterschiedlichsten Lebensumstände treffen und sie zugleich aktiv "begreifen".

Der erste Iserlohner war ein Neandertaler und schlug sich mit Mammuts und Höhlenbären herum. Wie man sich das vorstellen muss, zeigt das Kellergeschoss. Das versetzt den Betrachter in eine Fundgrube prähistorischer Tierknochen und Steinwerkzeuge. Ein paar tausend Jahre später war Iserlohn voller Drahtzieher. Die arbeiteten in Drahtrollen – spezialisierte Wassermühlen, die erstmals 1394 in einer Urkunde auftauchen – und zogen Draht. Daraus machten sie zum Beispiel Kettenhemden. Eines davon hängt im Museum, und bei bestimmten Gelegenheiten können Besucher am eigenen Leib ausprobieren, was Ritter damals mit sich herumgeschleppten.

Der Drahtzieherei sind die Iserlohner bis heute treu. Die Vielfalt der Produkte ist enorm, nur Nadeln werden kaum mehr produziert. Das war einmal anders. 1851 arbeiteten mehr als 4.000 Personen im Nadelgewerbe, die Exporte gingen bis nach Asien. Ein anderes Standbein dieser Zeit war die Messingindustrie. Während ein Teil der Iserlohner über Tage Tabakdosen fertigte, gruben andere unter Tage nach dem Zinkerz und Messinggrundstoff Galmei – so intensiv, dass sich in manchen Stadtgebieten der Boden senkte und die dadurch verursachten Bergschäden sogar das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigten. Preußische Truppen beendeten 1849 auch den kurzzeitigen Aufstand Iserlohner Demokraten, der mit dem Sturm auf das Zeughaus begonnen hatte – in dem heute das Museum residiert. Wie das alles zusammenhängt? Unser Tipp: hinfahren und selbst herausfinden!

Mehr zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung...

"Alle Zeit der Welt" - für Leser der 5. Klasse wird das Stadtmuseum Iserlohn zum Ausgangspunkt spannender Zeitreiseabenteuer

Ein Zeitreiseunfall hat den Geist der kleinen Lu ins Stadtmuseum Iserlohn verschlagen. Ihr Körper schläft nun irgendwo, aber wo? Vor allem aber wann? Bingo und seine vier Freunde machen sich auf die Suche und durchstreifen das Iserlohn der Vergangenheit.

Klassen, die das Buch als Lektüre lesen, können mit der Autorin Andrea Reichart Termine für eine Lesung vereinbaren und ihren Besuch mit einer Führung durchs Museum kombinieren.

Das witzige und historisch gut recherchierte Jugendbuch ist erhältlich im Buchhandel, beim Verlag und natürlich im Stadtmuseum und kostet 12,80 €.


Logo Stadtmuseum

Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn
Anfahrt

Leiterin der Städtischen Museen:
Dr. Sandra Hertel
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei!

Sind Sie daran interessiert, Informationen zu den Veranstaltungen des Stadtmuseums und der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf zu erhalten (Flyer oder Einladungen per Postversand)? Dann senden Sie uns gerne eine E-Mail, wir treten mit Ihnen in Kontakt und nehmen Sie in unseren Verteiler auf.

Das Bild zeigt einen Kalender und den Schriftzug "Veranstaltungen"

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört seit 2016 zur Europäischen Route der Industriekultur. 

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen.

Seit Sommer 2017 ist das Stadtmuseum Iserlohn Ankermuseum des Netzwerkes "Preußen in Westfalen".