Stadtmuseum Iserlohn

Eines der schönsten Barockgebäude Iserlohns. Symmetrischer, siebenachsiger Bau mit geschwungenem Mittelrisalit und der Jahreszahl 1763. Verputzte Fasssade, mittiger Eingang. Ganz neu: der Aufzug auf der Straßenseite.

Willkommen im Stadtmuseum Iserlohn

Untergebracht in einem der schönsten Barockgebäude der Stadt, hat sich das Stadtmuseum Iserlohn seit seiner Eröffnung im Jahr 1987 auch überregional einen hervorragenden Ruf erworben. Es ist Teil der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) und gilt als eine der herausragenden Stätten der Industriekultur in Westfalen (WasserEisenLand). Seit Sommer 2017 ist es außerdem Ankermuseum des Netzwerks „Preußen in Westfalen“.


Literatur in Iserlohn 1945 bis 1965

24. August – 30. September 2018

Die Nachkriegszeit begann für Iserlohn am 16. April 1945. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Folgen des Kriegsendes für den Literatur- und Filmbereich der Stadt in den beiden folgenden Jahrzehnten, mit den Verlagen sowie den Schriftstellern und ihren Veröffentlichungen. Dabei wird der Literaturbegriff sehr weit gefasst: Nicht nur die „ernstzunehmende“ Belletristik, sondern auch die nicht minder ernstzunehmende Heftchen-Literatur, Kinderbücher und die Leihbuchware finden Beachtung und das, was in den Iserlohner Kinos nicht gezeigt wurde.
 
Bei der Sichtung des Materials fiel besonders auf, wie überraschend groß die Anzahl der NSDAP-Mitglieder in der Kulturverwaltung und im Literaturbereich war, wobei beides nicht selten in einer Person zusammenfiel. Unerwartet hoch war auch die umfangreiche Produktion von Leihbüchern in Iserlohn und seinen Nachbarorten. Daneben gab es in den 1950er Jahren aber auch Aufbrüche für eine moderne Dichtung, die sich durchaus mit den Spitzenleistungen der damaligen Zeit messen konnten, sich aber im Iserlohner Literatur- und Kulturbetrieb nicht durchsetzen ließen.

Die ausgestellten Objekte stammen überwiegend aus der Sammlung von Dr. Walter Wehner, einige besonders rare Stücke wurden dankenswerterweise vom Stadtarchiv Iserlohn zur Verfügung gestellt.

Über die Iserlohner Literaturszene der damaligen Zeit erscheint im Herbst 2018 eine umfangreiche Untersuchung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster. „Literatur und Literaturbetrieb in Iserlohn 1945-1965. Neustart oder Fehlstart?“ die Ausstellung zeigt vorab die Bücher und die Verlage, die in der Waldstadt eine wichtige Rolle spielten.

Öffentliche Führungen mit Dr. Walter Wehner:

Mittwoch, 12. September um 17 Uhr
Sonntag, 23. September um 11 Uhr

Für Schulklassen und Gruppen sind Führungen ab dem 10. September 2018 möglich, bitte nehmen Sie mit dem Stadtmuseum Kontakt auf, wir leiten Ihre Anfrage weiter.

Bild Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen

Wie funktioniert Geschichte zum Anfassen? Das Stadtmuseum Iserlohn antwortet darauf mit einer Frage, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht: Was haben die Iserlohner eigentlich die ganze Zeit gemacht? Herausgekommen ist ein Parcours, bei dem Besucher auf die unterschiedlichsten Lebensumstände treffen und sie zugleich aktiv "begreifen".

Der erste Iserlohner war ein Neandertaler und schlug sich mit Mammuts und Höhlenbären herum. Wie man sich das vorstellen muss, zeigt das Kellergeschoss. Das versetzt den Betrachter in eine Fundgrube prähistorischer Tierknochen und Steinwerkzeuge. Ein paar tausend Jahre später war Iserlohn voller Drahtzieher. Die arbeiteten in Drahtrollen – spezialisierte Wassermühlen, die erstmals 1394 in einer Urkunde auftauchen – und zogen Draht. Daraus machten sie zum Beispiel Kettenhemden. Eines davon hängt im Museum, und bei bestimmten Gelegenheiten können Besucher am eigenen Leib ausprobieren, was Ritter damals mit sich herumgeschleppten.

Der Drahtzieherei sind die Iserlohner bis heute treu. Die Vielfalt der Produkte ist enorm, nur Nadeln werden kaum mehr produziert. Das war einmal anders. 1851 arbeiteten mehr als 4.000 Personen im Nadelgewerbe, die Exporte gingen bis nach Asien. Ein anderes Standbein dieser Zeit war die Messingindustrie. Während ein Teil der Iserlohner über Tage Tabakdosen fertigte, gruben andere unter Tage nach dem Zinkerz und Messinggrundstoff Galmei – so intensiv, dass sich in manchen Stadtgebieten der Boden senkte und die dadurch verursachten Bergschäden sogar das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigten. Preußische Truppen beendeten 1849 auch den kurzzeitigen Aufstand Iserlohner Demokraten, der mit dem Sturm auf das Zeughaus begonnen hatte – in dem heute das Museum residiert. Wie das alles zusammenhängt? Unser Tipp: hinfahren und selbst herausfinden!

Mehr zu den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung...

"Alle Zeit der Welt" - für Leser der 5. Klasse wird das Stadtmuseum Iserlohn zum Ausgangspunkt spannender Zeitreiseabenteuer

Ein Zeitreiseunfall hat den Geist der kleinen Lu ins Stadtmuseum Iserlohn verschlagen. Ihr Körper schläft nun irgendwo, aber wo? Vor allem aber wann? Bingo und seine vier Freunde machen sich auf die Suche und durchstreifen das Iserlohn der Vergangenheit.

Klassen, die das Buch als Lektüre lesen, können mit der Autorin Andrea Reichart Termine für eine Lesung vereinbaren und ihren Besuch mit einer Führung durchs Museum kombinieren.

Das witzige und historisch gut recherchierte Jugendbuch ist erhältlich im Buchhandel, beim Verlag und natürlich im Stadtmuseum und kostet 12,80 €.


Logo Stadtmuseum
Stadtmuseum Iserlohn

Fritz-Kühn-Platz 1, 58636 Iserlohn
Anfahrt...

Leiter des Museums:
Gerd Schäfer M.A.
Tel. 02371/217-1960 bis -1964
Fax 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 19.00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei

Das Bild zeigt einen Kalender und den Schriftzug "Veranstaltungen"
Kultursprinter

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört seit 2016 zur Europäischen Route der Industriekultur. 

Das Stadtmuseum Iserlohn gehört zu den herausragenden Stätten der Industriekultur in Südwestfalen.

Seit Sommer 2017 ist das Stadtmuseum Iserlohn Ankermuseum des Netzwerkes "Preußen in Westfalen".