Pressemitteilung der Stadt Iserlohn

Workshops des Aufsichtsrates der Schillerplatz GmbH und des Rates der Stadt Iserlohn zur Entwicklung des Schillerplatz-Areals

Die aktuellen Entwicklungen zur Umgestaltung des Schillerplatz-Areals wurden kürzlich in zwei Workshops thematisiert und diskutiert. Am Samstag, 9. Februar 2019, fand ein Workshop des Aufsichtsrates der Schillerplatz GmbH statt, am darauffolgenden Samstag, 16. Februar 2019, ein Workshop des Rates der Stadt Iserlohn (jeweils in den Räumlichkeiten der SASE in Iserlohn).

Ausgangspunkt für die Durchführung der beiden Workshops war die für den Sommer 2019 geplante Auslobung eines Investorenwettbewerbs zur Entwicklung des Schillerplatz-Areals. In beiden Workshops wurden die im Rahmen der Bestandserhebung und -analyse rund um den Schillerplatz erarbeiteten Gutachten und Konzepte durch die einzelnen Gutachterinnen und Gutachter präsentiert. Hierzu zählten die folgenden Untersuchungen:

  • Verkehrskonzept Theodor-Heuss-Ring / Schillerplatz in Iserlohn, erarbeitet durch Brilon Bondzio Weiser GmbH
  • Bodengutachten zu den Themen Baugrund / Altbergbau, erarbeitet durch GeoExperts
  • Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) Schillerplatz-Areal, erarbeitet durch plan-lokal

Darüber hinaus präsentierten Vertreterinnen und Vertreter des Bauressorts der Stadt Iserlohn weitere Untersuchungsergebnisse bzw. Anforderungen an eine zukünftige Planung. Neben städtebaulichen Zielsetzungen ging es dabei unter anderem um die Zukunft der Karstadt-Immobilie und die durchgeführte Bürger- und Akteursbeteiligung.

Das Ergebnis beider Workshops lässt sich in verschiedenen Prüfaufträgen zusammenfassen. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass zunächst auf einen Investorenwettbewerb verzichtet werden soll. In den Workshops wurde gemeinsam darüber diskutiert, dass es eine Vielzahl an Restriktionen gibt, die das Schillerplatz-Areal zum gegenwärtigen Zeitpunkt für mögliche Investoren unattraktiv machen:

  • hohe Risiken, die sich ein Investor entsprechend bezahlen lassen würde
  • vertragliche Zwänge mit Karstadt, einseitige Kündbarkeit durch Karstadt
  • geringe Erweiterungspotenziale des Kaufhauses (cima-Gutachten)
  • besondere Gründungsprobleme (Kosten, Risiken, Dauerhaftigkeit, Zeitverzögerung)
  • besondere städtebauliche Anforderungen und Schnittstellen im Umfeld
  • Stellplatzproblematik durch abgängige Garage unter dem Schillerplatz
  • Komplexität des Verfahrens, gegenseitige Abhängigkeit von öffentlichen und privaten Investitionen

Ein weiteres Ergebnis zielt ab auf die ganzheitliche Herangehensweise (Planung aus einem Guss) und zeitnahe Umsetzung des Projektes mit seinen einzelnen Bausteinen Schillerplatz, Warenhaus, Tiefgarage, Brücke und Vinckestraße. Dabei ist zu beachten, dass Garage und Brücke marode sind und in jedem Fall eine neue Lösung gefunden werden muss.

Außerdem besteht der Auftrag an die Stadtverwaltung Iserlohn, alternative Verfahren zum Investorenwettbewerb zum heutigen Zeitpunkt zu prüfen. Unter anderem ist zu überlegen, inwieweit konkrete Schritte zur weiteren Projektentwicklung bspw. unter der Regie der Schillerplatz GmbH unter Einbindung einzelhandelserprobter Architekten durchgeführt werden können. Hierzu wäre die Schillerplatz GmbH mit einem neuen Mandat auszustatten und strukturell neu aufzustellen.

Von den politischen Entscheidungsträgern wird erwartet, die Diskussion um alternative Standorte für das Bürgerbüro und die Stadtbücherei hinsichtlich des Schillerplatz-Areals abzuschließen. Grundsätzlich ließen sich diese Einrichtungen im Schillerplatz-Areal unterbringen, bisher waren sie jedoch kein Bestandteil der Planungen. 

Sämtliche bisher im Rahmen des Projektes erarbeiteten Ergebnisse werden nun in einer Drucksache zusammengefasst, die in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 19. März 2019 beraten wird.