Herzlich willkommen auf der Homepage der Städtischen Museen Iserlohn

Aktuell im Stadtmuseum

Hinter den Kulissen
Einblicke in die Museumssammlung

5. Juli bis 4. September 2022

Weitere Informationen finden Sie hier.

Demnächst in Barendorf

Rabenschwarze Nachtgeschichten

Ein gruselig-humorvoller Parkspaziergang mit Edgar A. Poes Rabe

Markus Veith bringt in Kooperation mit Melange e.V. die Literatur in den Garten der Historischen Fabrikanlage.

Sonntag, 21. August um 17:30 Uhr und 20:00 Uhr

Mehr Infos finden Sie hier.

 

Demnächst in Barendorf

DrahtSaitenAkt 2022
15. Barendorfer Musik Fest

Sonntag, 4. September von 15.00 bis 18.30 Uhr

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Objekt des Monats August

Porträt von Johann Caspar Lecke

Unter den vielen Porträts der Sammlung des Stadtmuseums hat dieses Gemälde einen besonderen Stellenwert. Mag es auch aus künstlerischer Perspektive keine besondere Brillanz aufweisen, ist es für die Stadtgeschichte Iserlohns dennoch von großer Bedeutung. Denn der dargestellte Mann im Mantelkleid ist mit großer Wahrscheinlichkeit der ehemalige Iserlohner Bürgermeister Dr. Johann Caspar Lecke (1694–1785). Er stammte aus einer Iserlohner Kaufmannsfamilie und studierte in Köln, Jena und Halle Jura, in Duisburg wurde er promoviert. Neben seiner juristischen Tätigkeit als Magistratssyndikus war Lecke auch wirtschaftlich tätig. So beteiligte er sich an der ersten Kratzendraht-Fabrik in Iserlohn und initiierte die Gründung der Messinggewerkschaft 1736. Dieser Zusammenschluss von vermögenden Kaufleuten und Fabrikanten reaktivierte den Galmei-Bergbau und etablierte die Zinkverhüttung und die Produktion von Messingprodukten in Iserlohn, sodass von der Rohstoffgewinnung bis zur Fertigstellung und dem Verkauf die gesamte Produktionskette vollständig in Iserlohn lag.

1737 wurde Lecke zum Oberbürgermeister von Iserlohn gewählt und setzte sich fortan für die Stadterweiterung und die Förderung der städtischen Wirtschaft ein. Er nahm aber auch soziale Projekte in Angriff und regte 1763 die Gründung eines Waisenhauses für die zahlreichen Kriegswaisen nach dem Siebenjährigen Krieg an. Zudem ließ er am Marktplatz (heute „Alter Rathausplatz“) ein steinernes Rathaus errichten. Für sich selber legte er am Ackenbrock eine weitläufige Parkanlage an, die heute in etwa der Alexanderhöhe mit Festwiese entspricht.

Das Gemälde gehört zum sogenannten Altbestand des Hauses der Heimat, war also schon vor der Gründung des Stadtmuseums 1987 im Besitz des vormals ehrenamtlich geführten Heimatmuseums. Es zeigte schon zur Zeit seiner Inventarisierung 1983 zahlreiche Schäden und Gebrauchsspuren. Mithilfe einer Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen konnten 2021 sechs historische Porträts des Stadtmuseums restauriert werden. Dabei wurde auch dieses Gemälde von einer dicken Schmutzschicht befreit, Risse und Fehlstellen gekittet und die Leinwand neu gerahmt. So strahlt das Porträt heute wieder in seinem ursprünglichen Farbglanz. Das restaurierte Gemälde ist auch in der aktuellen Sonderausstellung des Stadtmuseums „Hinter den Kulissen“ zu sehen.

 

In drei markanten denkmalgeschützten Räumlichkeiten wird die vielfältige Kultur-, Industrie- und Stadtgeschichte Iserlohns hautnah erlebbar:

  • Eines der bedeutendsten Barockgebäude Iserlohns beherbergt das Stadtmuseum.
  • Der ehemalige Adelssitz Haus Letmathe präsentiert im Obergeschoss eine Ausstellung zur Alltags- und Handwerksgeschichte.
  • Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf gilt mit dem Nadelmuseum und der Haarnadelfabrik als bedeutender industriekultureller Standort und ist zudem als Künstlerdorf weit über die Grenzen Iserlohns bekannt.

Weiterhin betreut das Stadtmuseum den ehemaligen Luftschutzstollen Altstadt am Fritz-Kühn-Platz, unterhalb der Obersten Stadtkirche.


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